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Bahn-Start-up Velvet darf auf Schnellstrecken gegen SNCF antreten

Französisches Bahnnetz: Neue Konkurrenz stellt SNCF infrage
Frankreichs Bahnnetz: Neue Konkurrenz mischt SNCF auf Copyright  Johan Marimoutou/Unsplash
Copyright Johan Marimoutou/Unsplash
Von Saskia O'Donoghue
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Ein neues französisches Bahnunternehmen hat die erste Genehmigung erhalten, um Hochgeschwindigkeitszüge von Paris nach Bordeaux, Nantes und Angers anzubieten und damit stark befahrene Strecken für mehr Auswahl und Konkurrenz zu öffnen.

Auf den Anzeigetafeln des französischen Hochgeschwindigkeitsnetzes könnte bald ein neuer Name erscheinen. Ein heimisches Start-up will gegen die Staatsbahn SNCF antreten.

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Velvet, gegründet von einer früheren SNCF-Führungskraft, erklärt, es habe eine erste Lizenz erhalten, um Hochgeschwindigkeitszüge auf Strecken zwischen Paris und Städten wie Bordeaux, Nantes und Angers zu betreiben. Der Start der Verbindungen ist für 2028 geplant.

Auf seiner Website kündigt das Unternehmen an, zwischen Paris und Zielen an Frankreichs Atlantikküste 10 Millionen zusätzliche Sitzplätze anbieten zu wollen. Die direkten Fahrten sollen im Schnitt rund zwei Stunden dauern.

Für Reisende könnte das mehr Auswahl bedeuten – und möglicherweise günstigere Preise – auf einigen der meistgenutzten Bahnstrecken des Landes.

Velvet hat zwar bereits eine erste Genehmigung vom französischen Verkehrsministerium erhalten. Vor dem Start braucht das Unternehmen jedoch noch ein Sicherheitszertifikat von der französischen Eisenbahnaufsicht.

Der französische Markt für den Personenverkehr auf der Schiene ist seit 2020 im Rahmen der EU-Marktliberalisierung für Wettbewerber geöffnet. Dennoch bleibt SNCF mit großem Abstand der dominierende Anbieter.

Velvet gehört zu mehreren Herausforderern, die das ändern wollen, darunter das französische Start-up Le Train, Spaniens Renfe und Italiens Trenitalia. Trenitalia plant zudem Konkurrenz für Eurostar auf der Verbindung Paris–London.

Rachel Picard, Präsidentin von Velvet und frühere SNCF-Managerin, bezeichnete die neue Lizenz als „einen wichtigen Schritt“, um Züge, Personal und Abläufe vorzubereiten.

Das Unternehmen hat 1 Milliarde Euro von einem französischen Investmentfonds eingeworben. Ein großer Teil des Geldes fließt in den Kauf von 12 Avelia-Horizon-Zügen bei Alstom – derselben neuen Generation von Hochgeschwindigkeitszügen, die auch SNCF einführt.

Weitere Quellen • AFP

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