Israel führte am 15. Januar 2026 einen Luftangriff im Zentrum des Gazastreifens durchund traf ein Wohnhaus westlich von Deir al Balah. Nach Krankenhausangaben wurden fünf Menschen getötet. Hamas erklärte, unter den Toten sei Mahmoud al Houli, ein Kommandeur ihres militärischen Flügels, der Al-Qassam-Brigaden. Die Gruppe sprach von einer gezielten Tötung und warf Israel vor, die Spannungen während einer fragilen Waffenruhe zu verschärfen.
Bis Freitagmorgen kehrten Anwohner in die beschädigte Straße zurück. Sie begutachteten das eingestürzte Gebäude und holten Habseligkeiten. Angehörige versammelten sich im Al-Aqsa-Märtyrerkrankenhaus zum Totengebet. Sie standen schweigend im Innenhof.
Israel nannte den Luftschlag eine Reaktion auf mutmaßliche Verstöße gegen die Waffenruhe durch Hamas und den Islamischen Dschihad. Es handele angesichts wachsender Spannungen rund um den Waffenstillstand. Hamas wertete den Angriff als Bruch der Waffenruhe und verwies auf mehr als 400 palästinensische Todesopfer bei ähnlichen Vorfällen seit der Vereinbarung vom Oktober 2025. Die Waffenruhe steht kurz vor ihrer zweiten Phase.