Nach den russischen Luftangriffen auf die Energieinfrastruktur braucht es Zeit, die Schäden zu reparieren. Einige Wohngebiete in der Hauptstadt der Ukraine können nur mit Strom beheizt werden. Derzeit ist es in sehr vielen Wohnungen sehr kalt.
Russische Angriffe auf die Energieinfrastruktur der ukrainischen Hauptstadt haben dazu geführt, dass 610.000 Haushalte ohne Strom sind, das sagte der ukrainische Energieminister Denis Shmihal. Das bedeutet, das viel mehr als eine Million Menschen bei Nachttemperaturen von bis zu minus 20 Grad im dritten Kriegswinter in eiskalten Wohnungen ausharren.
Beschäftigte der Energieversorger arbeiten rund um die Uhr an der Reparatur der beschädigten kritischen Infrastruktur, aber mehr als 700 Hochhäuser in Kyjiw haben keine Heizung. Dort kann nur Strom Wärme liefern.
"Wir werden es nicht aushalten"
"Es ist sehr schwierig, ohne Strom zu leben. Ich kämpfe mit den Tränen. Das Thermometer an der Wand zeigt 3-4 Grad an. Heute Morgen waren es 2 Grad. Wenn es hier jetzt 4 Grad hat, weiß ich nicht, was passiert, wenn es draußen minus 10 oder minus 20 Grad hat? Das wird eine Katastrophe sein. Das werden die Menschen natürlich nicht aushalten können. Wir werden es auch nicht aushalten. Meine Hände sind bereits eiskalt", erklärt eine Frau in Kyjiw.
Soldaten richten Suppenküche ein
Der Stadtteil Rajon Desna oder Desnjanskyj liegt im Nordosten von Kyjiw. Hier haben Soldaten, die von der Front zurückkehren, Veteranen der sogenannten Dritten Armee, einen Unterstand eingerichtet, in dem die Menschen, die in der Gegend leben, eine Tasse Tee oder eine heiße Suppe trinken können.
"Auf Initiative der Veteranen haben wir dieses Zelt aufgestellt. Sie wissen, dass es in Kyjiw eine Situation gab, in der die Bevölkerung der Hauptstadt dem Militär mit Spenden geholfen hat, und jetzt sind die Soldaten gekommen, um die Menschen in Kyjiw in schwierigen Zeiten zu unterstützen", sagte der Organisator der Unterkunft, die den Namen "Invincibility Point" trägt.
Die Bewohner waren überrascht, dass das Militär Zeit fand, Zivilisten zu helfen.
Russlands Präsident Wladimir Putin hatte zwar eine Delegation zu den von US-Präsident Donald Trump anberaumten Gesprächen mit der Ukraine nach Abu Dhabi geschickt, doch die Luftschläge - vor allem die Drohnenangriffe - dauern an. Und auch Russland hat immer höhere Verluste zu verzeichnen.