In Mexiko-Stadt bringt der Palmsonntag die Straßen noch immer zum Leuchten. Pajareros, Händler, die Vögel und ihre Käfige verkaufen, schmücken den Weg zur Basilika mit Blumen, Lametta und Bildern der Jungfrau von Guadalupe. Familien legen viele Kilometer zu Fuß zurück und tragen kleine Käfige als Teil der jährlichen Prozession.
Doch in den vergangenen Jahren ist es ruhiger geworden. Kritiker sprechen von Tierquälerei und sehen in dem Handel einen Treiber für den illegalen Tierhandel. Strengere Gesetze haben viele Verkäufer verdrängt. Die Pajareros halten dagegen: Sie halten sich nach eigener Aussage an die Regeln, züchten ihre Vögel zu Hause und bieten nur legale Arten an.
Für sie geht es an diesem Tag nicht nur um den Verkauf, sondern um Tradition. Er steht für einen Glauben, der selbst unter wachsendem Druck weiterlebt.