In Schöneweide, direkt neben den Kleingärten Grüne Aue, verwandelt ein neues Projekt eine einst graue Lärmschutzwand in eine farbenfrohe Freiluftgalerie. Mehr als 20 Künstlerinnen und Künstler haben dort Arbeiten gestaltet.
Für Berlin, seit Jahrzehnten von Graffiti-Kultur geprägt, ist der Ort bedeutsam. Hier erhält zeitgenössische Wandkunst einen dauerhaften, legalen und sehr sichtbaren Platz – jenseits der bekannteren East Side Gallery.
Den Anstoß gaben örtliche Kleingärtnerinnen und Kleingärtner. Sie baten den in Berlin lebenden Künstler Akte One, den tristen Raum neu zu denken. Zwischen April und Oktober 2025 wuchs daraus ein breites Nachbarschaftsprojekt. Nach Angaben der Organisatorinnen und Organisatoren geht es in der Galerie nicht nur um Farbe. Anwohnende treffen auf Kunstschaffende und verwandeln die Verkehrsschneise gemeinsam in einen geteilten Kulturraum.
Trägerin ist das Berliner Netzwerk Urban Nation, das vor Ort Rundgänge anbietet. Die Süd Ost Galerie zeigt, wie Street Art in einer Stadt, die lange von Protest und Improvisation geprägt war, zunehmend als Teil der Stadtplanung gilt.