Die Ausstellung ist Teil der Milano Design Week 2026und lädt Besucherinnen und Besucher ein, über ein neunzig Quadratmeter großes Spielfeld im Stil von Risk zu laufen und rund sechzig verschiedene Spiele zu entdecken – von antiken Zeitvertreiben bis zu modernen Bestsellern. Das Projekt rückt das Spielen in den Mittelpunkt des Designs: Die Gäste dürfen die Objekte in die Hand nehmen und selbst mitspielen, statt sie nur aus der Distanz zu betrachten.
Die Schau läuft noch bis zum zehnten Mai 2026 und umfasst rund dreißig historische Spiele wie Go, das Königliche Spiel von Ur, Schach, Backgammon und traditionelle Kartenspiele. Daneben stehen moderne Klassiker wie Monopoly und Connect 4 (Vier gewinnt). Die Kuratorinnen und Kuratoren greifen auf den „Atlante dei Giochi“ zurück und zeigen Spiele als Systeme aus Regeln und sozialen Beziehungen. Der Spieltisch wird so zu einer Art öffentlichem Raum im Kleinformat, in dem Menschen Kooperation, Konflikt und Spaß aushandeln.
Gestalterinnen und Gestalter wie Spartaco Albertarelli betonen, wie sehr Spielen hilft, gesellschaftliche Dynamiken zu verstehen. Zugleich präsentiert die Schau aufwendig gefertigte Editionen italienischer Luxusmarken: eigens angefertigte Carrom-Tische aus Holz, in Leder gebundene Battleship-Spiele und besondere Game of the Goose-Schachteln. In einem eigenen Spielbereich, der „Ludoteca“, können Besucherinnen und Besucher Platz nehmen und tatsächlich miteinander spielen. So wird die Ausstellung zugleich Designschau und lebendiger sozialer Spieleabend.