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Kampf gegen Ebola: EU stockt Hilfe für DR Kongo um 5 Millionen Euro auf

WHO und Afrika-CDC starten am Freitag 449,5-Millionen-Euro-Notfallplan.
Am Freitag haben WHO und Africa CDC einen Einsatzplan im Umfang von 449,5 Millionen Euro gestartet. Copyright  AP Photo
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Von Simon Ormiston
Zuerst veröffentlicht am
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EU-Kommissarin Hadja Lahbib erklärte, schon bei ihrem vorherigen Besuch in DR Kongo Anfang des Jahres habe es Warnzeichen für eine Ebola-Epidemie gegeben.

Die Europäische Union stellt zusätzlich fünf Millionen Euro bereit, um den jüngsten Ebola-Ausbruch im Osten der Demokratischen Republik Kongo einzudämmen. Das bestätigte die EU-Kommissarin für Krisenmanagement, Hadja Lahbib, bei ihrem Besuch in der Region.

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Nach ihrer Ankunft am Flughafen von Bunia in der Provinz Ituri, einem wichtigen Logistikdrehkreuz für den Einsatz gegen Ebola, erklärte Lahbib, mit den neuen Mitteln sollten in den besonders betroffenen Provinzen regionale Testzentren aufgebaut werden.

Die Ebola-Epidemie in Zentralafrika hat sich zuletzt weiter beschleunigt. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO sind inzwischen fast 500 Fälle bestätigt. Die WHO hat die Krise bereits als gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite eingestuft.

Das Engagement der EU vor Ort

"Die Europäische Union nimmt diesen Notfall sehr ernst“, sagte Hadja Lahbib. "Sobald der Ausbruch begonnen hatte, haben wir gehandelt. Wir waren sehr schnell vor Ort, um unsere Unterstützung zu verstärken, und dieses Engagement gilt bis heute.“

Die Kommissarin betonte, die neuen Mittel ermöglichten schnellere und verlässlichere Tests in Regionen, in denen sich das Virus ausbreitet. So könnten die Gesundheitsbehörden Infektionen rascher erkennen und Betroffene isolieren.

In ihrem jüngsten Lagebericht am Samstag meldete die WHO 452 bestätigte Infektionen und 82 Todesfälle in der Demokratischen Republik Kongo. Dort war der Ausbruch vor drei Wochen offiziell erklärt worden. Fachleute warnen, dass sich eine der größten jemals verzeichneten Ebola-Epidemien entwickeln könnte, falls die Lage außer Kontrolle gerät.

Es handelt sich bereits um den 17. Ebola-Ausbruch in der Region. Das unterstreicht die anhaltende Gefahr im Osten des Kongo, wo Konflikte, Vertreibungen und ein fragile Gesundheitssystem die Eindämmung der Krankheit erschweren.

Warnzeichen schon vor Monaten

Lahbib sagte, die Warnzeichen seien ihr bereits bei einem früheren Besuch in diesem Jahr aufgefallen.

"Als ich vor vier Monaten hier war, hatte ich den Eindruck, dass alle Faktoren zusammenkamen: schlechte sanitäre Bedingungen, ein zusammengebrochenes Gesundheitssystem, eine erschöpfte Bevölkerung und Menschen, die ständig vor Kämpfen fliehen müssen. Unter solchen Umständen musste diese Epidemie fast zwangsläufig erneut ausbrechen“, so die Kommissarin.

Die Europäische Union hat im Zuge der Krise bereits 84 Millionen Euro bereitgestellt und humanitäre Hilfe mobilisiert, um die lokalen Behörden und internationale Gesundheitsorganisationen zu unterstützen.

Bei einer jüngsten Luftbrücke von UNICEF gelangten fast 100 Tonnen Nothilfe in den Osten der DR Kongo, darunter Medikamente, Zelte und Schutzausrüstung.

Lahbib kündigte an, dass in den kommenden Wochen fünf weitere Hilfsflüge in Bunia ankommen sollen. Sie sind Teil der laufenden Unterstützung der EU.

"Das Virus kennt keine Grenzen“

Der Ausbruch ereignet sich vor dem Hintergrund anhaltender Unsicherheit im Osten des Kongo. Gewalt bewaffneter Gruppen vertreibt viele Menschen aus ihren Häusern und erschwert ihnen den Zugang zu medizinischer Versorgung.

Lahbib nutzte ihren Besuch, um alle Konfliktparteien aufzurufen, das humanitäre Völkerrecht zu achten und Helfern sicheren Zugang zu den betroffenen Gemeinden zu gewähren.

"Humanitäres Recht zu respektieren bedeutet, das Leben zu respektieren“, sagte sie. "Selbst im Krieg gibt es Regeln, die einzuhalten sind.“

Sie warnte, dass Infektionskrankheiten keine Frontlinien kennen. "Das Virus nimmt keine Rücksicht auf Grenzen oder menschliche Streitigkeiten und tötet sogar schneller als Kugeln“, sagte sie.

Die Sorge vor einer regionalen Ausbreitung der Krankheit wächst, seit in dem Nachbarland Uganda Fälle aufgetreten sind. Am Montag reiste der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation, Tedros Adhanom Ghebreyesus, in das Land. Die Behörden dort berichten von 19 Infektionen und zwei Todesfällen, die mit dem Ausbruch in Verbindung stehen.

Tedros sagte, Kontrollen an den Grenzen hätten geholfen, infizierte Reisende aus der Demokratischen Republik Kongo zu erkennen. Er lobte Ugandas Systeme zur Überwachung, für Tests und für das Fallmanagement, die dazu beitragen, das Virus einzudämmen.

Der Arzt aus den USA, der in der Charité in Berlin behandelt worden war, nachdem er mit seiner Familie aus der DR Kongo evakuiert worden war, konnte das Krankenhaus vor wenigen Tagen symptomfrei verlassen.

Weitere Quellen • AFP

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