Mit dem Besuch begann eine elftägige Reise durch vier afrikanische Staaten. In Algerien mit seinen rund 47 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern stand dabei das Bemühen im Mittelpunkt, die Beziehungen zwischen Christentum und Islam zu vertiefen. Trotz Regens sprach der Papst vor Geistlichen und Besuchern in der auf einem Hügel gelegenen Basilika mit Blick auf das Mittelmeer. Er rief zu Frieden und Zusammenleben in Zeiten globaler Spannungen auf.
Kardinal Jean-Paul Vesco, der Erzbischof von Algier, empfing Papst Leo XIV. als Gastgeber der Reise. Er begleitete das Kirchenoberhaupt zu zentralen religiösen und symbolischen Orten, darunter die Basilika Unserer Lieben Frau von Afrika. Vesco ist für sein Engagement im interreligiösen Dialog bekannt und wirbt seit Langem für engere Beziehungen zwischen Christentum und Islam.
Der Besuch hat eine starke symbolische Bedeutung: In Algerien leben nur rund 9.000 Katholikinnen und Katholiken, überwiegend aus dem Ausland. Die Basilika gilt seit Langem als Ort der Begegnung der Religionen und zieht regelmäßig auch muslimische Gläubige an. Leo knüpfte seine Botschaft an den heiligen Augustinus an, der in der Region geboren wurde und für den augustinischen Orden eine prägende Gestalt ist.
Am Dienstag, den 15. April, reist der Papst weiter nach Annaba, das frühere Hippo, wo Augustinus fast 30 Jahre wirkte. Der Vatikan sieht in der Reise ein Zeichen für die wachsende Bedeutung Afrikas in der Weltkirche.