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Käse, Öl, Wein: EU drängt USA zu Zollausnahme im Wert von 150 Milliarden Euro

Französische Weine in einem Fine-Wine-&-Good-Spirits-Laden in Flourtown im US-Bundesstaat Pennsylvania.
Französische Weine in einem Fine Wine & Good Spirits-Laden in Flourtown im US-Bundesstaat Pennsylvania. Copyright  AP Photo
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Von Peggy Corlin
Zuerst veröffentlicht am
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Brüssel drängt auf Ausnahmen von den 15-Prozent-Zöllen, die Washington im Handelsabkommen von 2025 in Schottland festgelegt hat. Laut einer Euronews vorliegenden Liste sind etwa der Käse Roquefort, Olivenöl und Wein betroffen.

Die EU-Kommission hat den USA eine Liste mit EU-Produkten übermittelt, die sie von den 15-prozentigen Zöllen freistellen lassen möchte. Dieser Zollsatz war im Rahmen des 2025 vereinbarten Handelsabkommens zwischen Brüssel und Washington verhängt worden.

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Auf der Euronews vorliegenden Liste stehen Hunderte Waren – von Roquefort-Käse, Olivenöl, Wein, Spirituosen und Bier über Pasta bis hin zu Medizingeräten, Elektrotechnik und Maschinen.

Der EU-Handelsbeamte Matthias Jørgensen sagte am Dienstag vor Europaabgeordneten, die Liste umfasse Ausfuhren im Wert von rund 150 Milliarden Euro. Die ausgewählten Produkte seien für die EU wirtschaftlich besonders bedeutend oder in den USA nur in begrenztem Umfang verfügbar, so Jørgensen.

Turnberry-Abkommen

Im Juli 2025 einigten sich EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und US-Präsident Donald Trump nach wochenlangen Handelsstreitigkeiten im schottischen Turnberry auf ein Abkommen. Es sieht vor, dass die Europäer 15-prozentige US-Zölle auf EU-Ausfuhren akzeptieren und im Gegenzug ihre eigenen Zölle auf US-Industriegüter abschaffen.

In einer im August 2025 veröffentlichten gemeinsamen Erklärung kündigten Brüssel und Washington außerdem Verhandlungen über Ausnahmen von den Zöllen an. Die USA verweigerten jedoch zunächst den Start der Gespräche, bis die EU ihre Abgaben auf US-Waren senkte.

Nachdem EU-Gesetzgeber im Mai eine entsprechende Vereinbarung gebilligt hatten und Brüssel seine Zölle zum 1. Juli gestrichen hat, hofft die Kommission nun auf Ausnahmen von den 15-prozentigen US-Zöllen.

In der gemeinsamen Erklärung hieß es, die USA und die EU würden prüfen, für Produkte, die für ihre Volkswirtschaften und Lieferketten wichtig sind, wieder die vor 2025 geltenden Zollsätze anzuwenden. Im Schnitt lagen diese bei etwa 3,3 Prozent.

Erhöhte Abgaben seit 2025

Seit 2025 drängen EU-Staaten die Kommission, die in Handelsfragen für sie verhandelt, auf Ausnahmen für ihre wichtigsten Ausfuhren in die USA. Vor allem Frankreich, Italien und Spanien werben für bessere Zollkonditionen für Wein.

Die EU hofft außerdem auf Gespräche über Stahl und Aluminium, auf die weiterhin 50-prozentige US-Zölle erhoben werden. Jørgensen rechnet damit, dass diese Verhandlungen schwierig werden.

"Die USA haben sehr deutlich gemacht, dass sie aus Gründen der nationalen Sicherheit in diesem Bereich die heimische Produktion erhalten und schützen wollen", sagte er den Abgeordneten.

Der Kommissar warnte zudem, dass die Handelsbeziehungen zwischen der EU und den USA trotz der Vereinbarung von Turnberry "weiterhin stark schwankungsanfällig" bleiben. Er verwies auf Trumps öffentliche Drohungen gegen EU-Staaten, die eine Digitalsteuer auf große US-Technologiekonzerne erheben.

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