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Japanischer Zoo: Vermuteter Hitzschlag tötet drei Löwen

Ein Löwe im Zoo Tennoji, 31. Januar 2016
Ein Löwe im Zoo Tennoji, 31. Januar 2016 Copyright  CC BY-SA 2.0/Jin Kemoole
Copyright CC BY-SA 2.0/Jin Kemoole
Von Gavin Blackburn
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Im Tama-Zoo zeigen seit Mitte Juli zehn der insgesamt sechzehn Löwen Symptome wie "Appetitlosigkeit und Trägheit". Drei Löwinnen starben, wie der Zoo mitteilte.

In einem Zoo in Tokio sind drei Löwen vermutlich an Hitzschlag gestorben, weitere werden behandelt. Die Raubkatzen hatten mit der hohen Luftfeuchtigkeit zu kämpfen, erklärte eine Sprecherin am Dienstag.

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Japan hat im vergangenen Jahr den heißesten Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen erlebt. In den vergangenen Wochen stiegen die Temperaturen in Teilen des Landes auf bis zu 40 Grad. Tage mit solchen Extremwerten gelten nun offiziell als "grausam heiße Tage". Tausende Menschen kamen deswegen ins Krankenhaus.

Seit Mitte Juli zeigten zehn der sechzehn Löwen im Tama Zoological Park Symptome wie "Appetitlosigkeit und geringere Aktivität", teilte der Zoo mit. Drei Löwinnen überlebten das nicht.

Eine dreijährige Löwin starb am Dienstag, eine elfjährige am Freitag, und die 15-jährige am Sonntag.

Der Tama Zoological Park schloss das Löwengehege bis auf Weiteres für Besucher. Normalerweise können Gäste dort in safariähnlichen Bussen im Zebralook durch das Gelände fahren.

Schülerinnen und Schüler kühlen sich in Kumagaya am 21. Juli 2026 mit tragbaren elektrischen Ventilatoren ab
Schülerinnen und Schüler kühlen sich in Kumagaya am 21. Juli 2026 mit tragbaren elektrischen Ventilatoren ab AP Photo

"Unser Tierarzt geht davon aus, dass Hitzschlag die Todesursache war", sagte die Sprecherin der Nachrichtenagentur AFP. Man habe Anzeichen von Austrocknung und multiplem Organversagen beobachtet.

"Löwen gelten zwar als hitzeresistent. Trotzdem haben die Pflegerinnen und Pfleger in den vergangenen Jahren die Schutzmaßnahmen gegen die japanische Sommerhitze verstärkt", sagte sie. "Hier ist es nicht nur heiß, sondern auch extrem feucht – anders als in der trockenen Hitze Afrikas."

Diesen Sommer sei die große Hitze nach dem Ende der Regenzeit Ende Juli ganz plötzlich gekommen, so die Sprecherin.

"Wir verschärfen die Hitzeschutzmaßnahmen weiter, sprengen Wasser, verbessern die Belüftung und installieren zusätzliche Klimageräte", sagte sie.

Mehrere Löwen werden weiterhin medizinisch versorgt, fügte sie hinzu.

Tiere für Profit

Die Tierrechtsorganisation Peta erklärte, die Löwen Mugi, Ichigo und Luena seien "in Gefangenschaft geboren, aufgewachsen und gestorben – ohne all das, was ein Leben für ein Wildtier lebenswert macht".

"Zoos sind weder Auffangstationen noch Zufluchtsorte. Sie existieren, um Tiere zur Profitmaximierung zu zeigen, nicht, um ihre Bedürfnisse an erste Stelle zu setzen", führte Peta weiter aus.

Zwischen dem 20. und 26. Juli brachten Rettungsdienste fast 18.600 Menschen mit Verdacht auf Hitzschlag ins Krankenhaus. Bei 45 von ihnen stellten die Ärzte nur noch den Tod fest, wie die Feuerwehr- und Katastrophenschutzbehörde mitteilte.

Jedes Jahr sterben in Japan rund 1.300 Menschen an den Folgen von Hitze. Die Regierung will diese Zahl bis 2030 halbieren.

Forscherinnen und Forscher führen die zunehmende Häufigkeit und Intensität extremer Hitzeperioden in Japan und weltweit auf den menschengemachten Klimawandel zurück.

Den bisherigen Hitzerekord von 41,8 Grad verzeichnete das Land am 5. August 2025 in Isesaki nördlich von Tokio.

Wegen der zunehmenden Hitze wurden in den vergangenen Jahren mehrere Kultur- und Sportveranstaltungen verlegt. Auch der World Cosplay Summit in Nagoya war davon betroffen: Er fand am vergangenen Wochenende zum letzten Mal im Sommer statt.

Weitere Quellen • AP

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