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Entsetzen in Österreich nach tödlicher Amokfahrt von Graz

Entsetzen in Österreich nach tödlicher Amokfahrt von Graz
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Ein Amokfahrer hat in Graz drei Menschen getötet, darunter ein kleines Kind.

Für diese Tat gibt es keine Erklärung.

Mehr als dreißig Menschen wurden verletzt, einige von ihnen lebensgefährlich.

Der Mann raste mit seinem Wagen zur Mittagszeit durch die Innenstadt der steirischen Landeshauptstadt – so durch die Herrengasse, eine zentrale Einkaufsstraße.

Er stieg zwischendurch auch noch aus und stach auf zwei Menschen ein, bevor er weiterfuhr.

Nach der Amokfahrt stellte er sich der Polizei.

Der Mann ist 26 Jahre alt. Nach den bisherigen Behördenangaben hatte er psychische Probleme.

So war ihm wegen Gewalttätigkeit letzten Monat der Zugang zu der Wohnung verboten worden, wo er mit Frau und zwei Kindern lebte.

Die drei haben seitdem das Land verlassen. Laut steirischer Landespolizeidirektion hat der Täter einen “bosnischen Bezug”.

“Für diese Tat gibt es keine Erklärung, für diese Tat gibt es keine Entschuldigung”, sagt Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer. “Wir werden alles tun, um aufzuklären. Unser Mitgefühl gilt in diesen Stunden den Angehörigen der Toten und der Verletzten.”

Weite Teile der Grazer Innenstadt wurden nach der Amokfahrt abgesperrt.

Augenzeugen haben inzwischen ihre Eindrücke von dem dramatischen Tag geschildert.

Auf dem Hauptplatz mit dem Rathaus legten viele Menschen Blumen und brennende Kerzen ab; ebenso vor der Stadtpfarrkirche an der Herrengasse, wo am Abend eine Gedenkstunde stattfand.