Die städtischen Dienste hoben bis Mittag ein teilweises Salzstreuverbot auf, um Stürze zu reduzieren. Die Vorhersage hatte vor einer heiklen Phase gewarnt, und die Krankenhäuser bekamen das rasch zu spüren. Von Mitternacht bis Mittag versorgte die Wiener Rettung 65 Menschen nach Stürzen auf Eis; die Verletzungen reichten von Prellungen bis zu Knochenbrüchen.
Die Kälte erreichte auch die Donau. Im Wiener Hafen wurde das Eis gebrochen, um überwinternde Kreuzfahrtschiffe zu schützen und die Routen offen zu halten.
Der Eisbrecher MS Eisvogel, in den zuletzt milden Wintern selten gefragt, ist wieder im Dienst. Bei Temperaturen um minus sechs Grad kann das Eis binnen eines Tages auf zehn Zentimeter anwachsen. Das rückt das betagte Schiff zurück ins Zentrum der Einsätze.