Offensive gegen IS-Miliz: Kurdische Peschmerga erobern Sindschar zurück

Offensive gegen IS-Miliz: Kurdische Peschmerga erobern Sindschar zurück
Von Euronews
Diesen Artikel teilenKommentare
Diesen Artikel teilenClose Button
Den Link zum Einbetten des Videos kopierenCopy to clipboardCopied

Im Nordirak sind kurdische Peschmergakämpfer ins Zentrum von Sindschar vorgedrungen. Nach Angaben eines kurdischer Kommandanten waren beim Einzug der

WERBUNG

Im Nordirak sind kurdische Peschmergakämpfer ins Zentrum von Sindschar vorgedrungen. Nach Angaben eines kurdischer Kommandanten waren beim Einzug der Peschmerga noch einige Selbstmordattentäter dort verschanzt. Ein Großteil der Dschihadisten hatte die Stadt jedoch verlassen. Über den Kurznachrichtendienst Twitter erklären Kurden, die Stadt sei zurückerobert.

EILMELDUNG: Shingal-Stadt befreit!
https://t.co/DPwglxgzbU
#Sinjar#Jesiden#FreeSinjar#TwitterKurds#Ezidis#Yezidis

— ÊzîdîPress (@EzidiPress) November 13, 2015

Die IS-Miliz hatte die strategisch wichtige Stadt im August 2014 eingenommen. Mehrere zehntausend Mitglieder der jesidischen Minderheit wurden zur Flucht gezwungen. Es gab zahlreiche Berichte von Gräueltaten an Jesiden. Augenzeugen sprechen von Zwangskonvertierungen, Versklavung und Vergewaltigungen. Auch von Massenhinrichtungen wurde berichtet.

Sindschar liegt am Fuß des gleichnamigen Höhenzugs, westlich der von der IS-Miliz beherrschten Stadt Mossul. Mit Hilfe der Anti-IS-Koalition und jesidischer Milizen hatten die Kurden am Donnerstag eine großangelegte Offensive begonnen, um Sindschar zu befreien. Rund 7.500 Peschmerga-Kämpfer kesselten die Stadt ein, um den Dschihadisten unter anderem wichtige Versorgungslinien abzuschneiden. Das US-geleitete Militärbündnis flog Luftangriffe.

Viele Jesiden sind skeptisch, ob sie wegen der erheblichen Zerstörung in ihre Stadt zurückkehren können.

Diesen Artikel teilenKommentare

Zum selben Thema

Erste US-Vergeltungsschläge nach Angriff auf Stützpunkt in Jordanien

Raketenangriff auf US-Militärstützpunkt im Irak

Mehr als 100 Menschen sterben durch Brand bei Hochzeitsfeier im Irak