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BND-Präsident Schindler muss gehen, Schäuble-Vertrauter wird Nachfolger

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Von Euronews
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Gerhard Schindler, Präsident des Bundesnachrichtendienstes, muss offenbar gehen. Das berichten verschiedene deutsche Medien. Schindler ist seit 2012

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Gerhard Schindler, Präsident des Bundesnachrichtendienstes, muss offenbar gehen. Das berichten verschiedene deutsche Medien. Schindler ist seit 2012 im Amt. Bis zur Pensionierung hätte er noch zwei Jahre Dienstzeit vor sich gehabt. Offiziell gibt es zwar noch keine Bestätigung für die Ablösung. Allerdings dürften der Wechsel an der Spitze des BND und auch die Gründe dafür an diesem Mittwoch vom Kanzleramt bekanntgegeben werden.

Nachfolger soll den Berichten zufolge Bruno Kahl werden, ein Vertrauter von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble. Kahl war von 2005 an Leiter des Ministerbüros und Sprecher des damaligen Bundesinnenministers Schäuble und damit einer der führenden Köpfe im Innenressort. Von 2006 bis 2009 war der promovierte Jurist Leiter des Leitungsstabes im Innenministerium.

Schäuble hatte sich vor wenigen Wochen an Kanzlerin Angela Merkel gewandt: Die Affären rund um den BND schadeten dessen Einsatzfähigkeit im Kampf gegen den islamistischen Terror, so Schäuble.

Der BND hatte auch unter Schindlers Führung immer wieder für Negativschlagzeilen gesorgt, etwa durch unzulässige Abhörmaßnahmen. Nun soll der Dienst, dessen Umzug von Pullach nach Berlin sich wegen zahlreicher Pannen seit Jahren verzögert, umfassend reformiert werden.

Lebenslauf Schindlers

Der Bundesnachrichtendienst

Der Bundesnachrichtendienst (BND) wurde am 1. April 1956 als Nachfolger der “Organisation Gehlen” gegründet. Der frühere Wehrmachtsgeneral Reinhard Gehlen war von 1942 bis Kriegsende für die Aufklärung der sowjetischen Roten Armee zuständig. Danach stellte er sein Wissen den US-Streitkräften zur Verfügung. Aufgabe des BND ist es, aus dem Ausland Informationen über politische und wirtschaftliche Entwicklungen, militärische Fragen oder Bedrohungen für die Sicherheit Deutschlands zu beschaffen. Der Nachrichtendienst ist dem Bundeskanzleramt unterstellt und hat rund 6500 Beschäftigte. Sie sind im Wesentlichen auf die Hauptstandorte Pullach bei München und Berlin verteilt. Inlandsnachrichtendienst ist der Verfassungsschutz.

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