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Französische Muslime zwischen Ab- und Ausgrenzung

Französische Muslime zwischen Ab- und Ausgrenzung
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Von Andrea Büring
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Nach den Anschlägen der vergangenen Monate fürchten Muslime in Frankreich eine wachsende Islamfeindlichkeit in der französischen Bevölkerung.

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Nach den Anschlägen der vergangenen Monate fürchten Muslime in Frankreich eine wachsende Islamfeindlichkeit in der französischen Bevölkerung. Außerdem löste die Tat Spannungen innerhalb der verschiedenen Geimeinden aus, die weiter zunehmen könnten.

Der Vizepräsident des regionalen Muslimrates Boubekeur Bekri sagte,
“die muslimische Gemeinde wird zur Geisel genommen und ihre verwundbarsten Mitglieder werden für den Kampf gegenFrankreich missbraucht. Dass die schwächsten Glieder ein leichtes Opfer sind und in eine menschliche Bombeverwandelt werden, erscheint mir völlig logisch.”

Beim Anschlag von Nizza zahlte auch die muslimische Gemeinde mit 30 Toten einen hohen Tribut. Sie verurteilte die Tat aufs Schärfste und bat darum, extremistische Anschläge und die islamische Religion von einander zu trennen. Außerdem erklärte eine Muslimin, die anonym bleiben möchte:
“Die muslimische Gemeinde muss endlich aufwachen und erklären, dass sie nichts mit all dem zu tun hat. Wir sind Teilder französischen Bevölkerung und wir sind natürlich gegen Terrorismus. Ich sehe mich als erstes Opfer all dieser Anschläge und ich bin traurig, dass sie geschehen.”_

Stiftet Frieden unter den Menschen. Der Heilige Koran 2-225 ##Islam#NizzaAttackpic.twitter.com/bUgmhicevl

— Sohaib Ahmed (@soahb) 15. Juli 2016

Nach dem Anschlag auf Charlie Hebdo im Januar 2015 erklärte Frankreichs Präsident François Hollande in einer Rede, Muslime seien die ersten Opfer von Fanatismus, Fundamentalismus und Intoleranz.
“Der radikale Islam nährt sich von großen Widersprüchen, schlechten Einflüssen, Armut und Ungleichheit,” meinteHollande.

L'idée qui m'anime, c'est agir pour que notre pays puisse être maître de son destin et pour la cohésion sociale, nationale et culturelle.

— François Hollande (@fhollande) 14. Juli 2016

In Tunesien distanzieren sich die Einwohner von Msaken, dem Geburtsort des Attentäters, von Mohamed Lahouaiej-Bouhlel. Für sie ist er ein Mörder, der den Ruf ihrer Stadt und ihres Landes durch den Schmutz gezogen hat. Sein Schwager ist aufgebracht:
“Er wollte weder den Islam noch Frankreich angreifen. Er selbst war sein größter Feind. Er dachte weder an seine Frau,noch an seine Kinder. Er dachte weder an seine Mutter, noch an seine Familie oder an den Ruf seiner Heimat.”

Nun hilft nur Geschlossenheit. Wie nach dem 14. Juli, als der islamische Dachverband in Frankreich CFCM, die Vereinigung französischer Moscheen UMF und die Große Moschee von Paris den Anschlag verurteilten.

#CFCM appelle ls Musulmans de France à saisir l'occasion de la Prière du Vendredi pour élever des prières à la Mémoire des victimes de #Nice

— CFCM (@CfcmOfficiel) 15. Juli 2016

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