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Das Schicksal der Rohingya

Das Schicksal der Rohingya
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Von Andrea Büring
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Aufgeheizte Stimmung in Myanmar.

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Aufgeheizte Stimmung in Myanmar. Außenministerin Aung San Suu Kyi appellierte an die birmanische Bevölkerung, der muslimischen Minderheit im eigenen Land, den Rohingya, zu helfen.

Aung San Suu Kyi: “this country must ensure the rights of all people.” #rakhinecommissionpic.twitter.com/JwQP4inVk5

— Bijan Farnoudi (@BijanFarnoudi) 5. September 2016

Eine internationale Kommission mit dem früheren UN-Generalsekretär Kofi Annan soll den Konflikt beilegen und beide Gruppen miteinander versöhnen.

Annan forderte, “um eine sichere Zukunft aufzubauen, müssen beide GemeinschaftenJahrzehnte voll Misstrauen überwinden, um nach gemeinsamen Werten wie Gerechtigkeit,Fairness und Gleichheit zu streben. Wir sind hier, um mit Ideen und Ratschlägen zu helfen.”

As Commission Chair, I look forward to listening and engaging with all peoples of #Rakhine state https://t.co/NZWPXeRUuZ#RakhineCommission

— Kofi Annan (@KofiAnnan) 5. September 2016

Doch die nationalistischen Buddhisten bereiteten ihm einen eisigen Empfang: keine Einmischung in innere Angelegenheiten erwünscht, skandierten die Demonstranten. Sie leben in der Region Rakhine im Westen des Landes, wo auch bis zu 1,3 Millionen Rohingya leben, rechtlose Muslime, in einem Land mit buddhistischer Bevölkerung.

Woher sie stammen, ist unter Historikern umstritten. Offizielle Version in Myanmar: Aus dem Nachbarland Bangladesch, von wo die Rohingya im 19. Jahrhundert während der britischen Kolonialzeit nach Myanmar auswanderten.

Eine Erklärung, die den birmanischen Regierungen bisher gut passte. 1982 erstellte die Militärdiktatur eine Liste mit 135 anerkannten ethnischen Minderheiten – genannt “nationale Rassen”, die bereits VOR Ankunft der Briten im Land lebten.
So wurden die Rohingya ausgeschlossen – und damit staatenlos.
Behandelt werden sie wie illegale Immigranten ohne Rechte.

2012 eskalierte die Gewalt: 200 Menschen wurden getötet, die meisten unter den Rohingya. Viele wurden verfolgt und vergewaltigt, sie hungerten. Ihre Dörfer lagen in Schutt und Asche. Das veranlasste viele Nichtregierungsorganisationen dazu, von einem Völkermord zu sprechen, angezettelt von Behörden, lokalen Bewegungen und buddhistischen Mönchen.

Vor Armut und Verfolgungen zu fliehen, das ist das Schicksal dieser Minderheit. Regelmäßig gibt es Versuche, Myanmar zu verlassen. Oft ein Himmelfahrtskommanda, viele erleiden Schiffbruch. Die anderen suchen nach einer neuen Heimat, doch überall sind sie unerwünscht:
in Malaysia, Indonesien … auch in Bangladesch, aus dem sie angeblich stammen und wo bereits Hunderttausende Rohingya leben.

Bleibt nur eine Lösung: Die Situation in Myanmar zu regeln. Es liegt in den Händen der neuen Regierung.

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