Beppe Grillo korrigiert Mietforderungen an Vatikan

Beppe Grillo korrigiert Mietforderungen an Vatikan
Von Euronews
Diesen Artikel teilenKommentare
Diesen Artikel teilenClose Button
Den Link zum Einbetten des Videos kopierenCopy to clipboardCopied

Durch ein euronews-Interview ist der italienische Gründer der EU-kritischen Fünf-Sterne-Bewegung, Beppe Grillo, in die Kritik geraten.

WERBUNG

Durch Aussagen in einem euronews-Interview ist der italienische Starkomiker und Gründer der EU-kritischen Fünf-Sterne-Bewegung, Beppe Grillo, in die Kritik geraten. Grillo hatte in dem Gespräch fehlende Mietzahlungen des Vatikan an die Stadt Rom beklagt. Dies gelte vor allem für die Vatikanischen Museen, die auf italienischem Grund und Boden stünden. Grillo sagte: “Die Vatikanischen Museen gehören – glaube ich – der Gemeinde Rom, die dafür keine Miete bekommt. Wir werden mit dem Papst darüber sprechen, ich glaube, er weiß das nicht.”

Nach heftiger Kritik von Politikern aus dem rechten wie linken Spektrum ist Grillo inzwischen zurückgerudert. Über Facebook erklärte er, er müsse seine Äußerungen gegenüber euronews klarstellen. Die Vatikanischen Museen seien zweifelsfrei Teil der Vatikanstadt. Trotzdem hoffe er auf Steuerzahlungen des Vatikan für dessen kommerzielle Aktivitäten. In einer Stadt wie Rom mit milliardenschweren Schulden müssten alle, vom Bürger bis zum Kirchenvertreter, zu deren Abbau beitragen.

Eines der prominentesten Mitglieder der Fünf-Sterne-Bewegung, Virginia Raggi, ist im vergangenen Juni zur ersten Bürgermeisterin von Rom gewählt worden.

Laut einer Umfrage vom vergangenen Wochenende wäre Grillos Bewegung in Italien derzeit stärkste Einzelpartei, würden Parlamentswahlen stattfinden. Das ist das Ergebnis einer Erhebung des Meinungsforschungsinstitut Ipsos im Auftrag der Mailänder Zeitung Corriere della Sera. Die Populisten würden demnach 30,8 Prozent erreichen. Die Demokratische Partei um Regierungschef Matteo Renzi müsste sich der Umfrage zufolge mit 29,7 Prozent der Stimmen begnügen.

Diesen Artikel teilenKommentare

Zum selben Thema

Italienische Bauern protestieren auf der Autobahn an der Grenze zu Österreich

Italienische Polizei verhaftet möglichen IS-Kämpfer aus Tadschikistan

Italien deckt 600-Millionen-Euro Betrug von EU-Geldern auf