Israel: Protest gegen Räumung wilder Siedlung im Westjordanland

Israel: Protest gegen Räumung wilder Siedlung im Westjordanland
Von Christoph Debets

Mehrere hundert Menschen haben in Jerusalem gegen eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs Israels protestiert, eine "wilde Siedlung" im besetzten Westjordanland zu räumen.

Mehrere hundert Menschen haben in Jerusalem gegen eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs Israels protestiert, eine “wilde Siedlung” im besetzten Westjordanland zu räumen. Die Demonstranten schwenkten Plakate mit der Aufschrift: “Helft unseren Feinden nicht jüdische Wohnungen zu zerstören” und “Israel: Das einzige Land, das jüdische Wohnungen zerstört.

“Wenn eine rechte Likudregierung nicht für Ordnung sorgen kann in Judäa und Samaria, wo Juden ein Recht zu leben haben, dann hat sie auch kein Recht dieses Land zu regieren”, meint Daniel Luria von der Siedlerorganisation Ateret Kohanim, die arabisches Grundstücke in Ostjerusalem aufkauft, um darauf jüdische Siedlungen zu errichten.





In Amona, der größten von rund 100 wilden Siedlungen leben rund 280 Einwohner. Sie sollen von der Regierung umgesiedelt werden. Etwa auf jede nach israelischem Recht legal errichtete Siedlung kommt eine illegal errichtete “wilde Siedlung”. Die israelische Regierung hat diese bislang geduldet und will sie nun legalisieren. Amona ist davon ausgenommen, weil der Oberste Gerichtshof ihre Räumung angeordnet hat, da sie auf dem privatem Grund von Palästinensern errichtet wurde.

Nach dem Völkerrecht sind alle Siedlungen in den besetzen Gebieten illegal.

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