Russland erhofft sich bessere Beziehungen zu USA

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Russland erhofft sich vom künftigen US-Präsidenten Donald Trump einen umfassenden Neuanfang im schwierigen bilateralen Verhältnis.

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Russland erhofft sich vom künftigen US-Präsidenten Donald Trump einen umfassenden Neuanfang im schwierigen bilateralen Verhältnis. “Donald Trump will, dass jedes Land für seine eigene Entwicklung verantwortlich ist. Das trifft sich mit unserem Ansatz”, sagte Außenminister Sergej Lawrow am Dienstag in Moskau. Er dementierte aber, dass schon bald nach Trumps Amtsantritt am Freitag ein Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin geplant sei.

Die Beziehungen zwischen Moskau und Washington sind so schlecht wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Lawrow listete viele Bereiche auf, in denen Russland mit der neuen US-Führung ins Gespräch kommen wolle – von Syrien über den Kampf gegen Terrorismus bis zu strategischer Stabilität. Die Vorwürfe von Hackerangriffen vor Wahlen in Deutschland und anderen europäischen Ländern 2017 erklärte der Außenminister für nicht gerechtfertigt. “Ich denke, dass in Deutschland wie in vielen anderen Ländern die Unschuldsvermutung gilt”, sagte er. “Es ist an Ihnen, das zu beweisen.” Bisher seien alle angeblichen Beweise für solche Angriffe, zum Beispiel im Präsidentschaftswahlkampf in den USA, “aus den Fingern gesogen” gewesen. Deutsche Sicherheitsbehörden befürchten, dass Russland versuchen könnte, die Bundestagswahl zu beeinflussen.

Der internationale Terrorismus sei auch 2016 die größte Gefahr für die Weltsicherheit gewesen, sagte Lawrow. Die scheidende US-Führung von Präsident Barack Obama habe außer Worten wenig zum Kampf dagegen beigetragen. Auch in Syrien hoffe Moskau mit Trump auf eine engere Kooperation. Deshalb würden die USA zu den Syrien-Gesprächen zwischen Regierung und Opposition kommende Woche in Astana in Kasachstan eingeladen. Unter Obama sei das System der strategischen Stabilität gestört worden, sagte Lawrow. Als Beispiel nannte er die Nato-Raketenabwehr im Osten Europas. Russland erhofft sich von Donald Trumps Amtsantritt am Freitag vor allem, dass die USA ihr Engagement in der Welt verringern. Der künftige US-Präsident sieht Nato und EU kritisch, er will den islamistischen Terror stärker bekämpfen – beides passt zur Position Moskaus.

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