Wie die “Brexit”-Verhandlungen ausgehen, ahnen selbst die Beteiligten nicht – und viele Betroffene warten ab, mit allem. “Die britische Wirtschaft dürfte sich 2017 und 2018 aufgrund der Unsicherheit über das Ergebnis der Brexit-Verhandlungen verlangsamen,” prognostiziert die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in Paris. in Zahlen: 2017 wächst die Wirtschaft (Bruttoinlandsprodukt BIP) um 1,6 Prozent, 2018 nur noch 1 Prozent. Weitere Bremsfaktoren: Hohe Inflation und dadurch gebremste Realeinkommen. 2018 soll auch noch der Staatshaushalt konsolidiert werden. Einziger Lichtblick: Die Exporte, gestützt durch das geschwächte britische Pfund.
WeakUK growth’may drive up joblessrate’ https://t.co/vwrbciHz1y ^SkyNewspic.twitter.com/HdUTEi4rvo
— No More Excuses (@_NoMoreExcuses) 7 juin 2017
Das schwache Wachstum könnte die Arbeitslosenquote auf 5 Prozent hochschieben. 2015, im Jahr vor dem “Brexit”-Votum, waren es noch 2,3 Prozent BIP-Wachstum und 4,8 Prozent Arbeitslosenquote gewesen.
Die Projektion geht davon aus, dass der britische Außenhandel ab April 2019 auf Basis der sogenannten Meistbegünstigtenklausel (MFN-Prinzip) der Welthandelsorganisation WTO abgewickelt wird.
su mit dpa