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Lithium-Abbau: Boliviens Suche nach ausländischen Investoren

Lithium-Abbau: Boliviens Suche nach ausländischen Investoren
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Von Cornelia Trefflich mit dpa, Reuters
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Bolivien will verstärkt ausländische Investoren ins Land locken. Sie sollen in den Aufbau von Fabriken und die Förderung von Lithiumkarbonat investieren - Boliviens größte Rohstoff-Reserve.

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Rund 9 Millionen Tonnen Lithium werden in Boliviens "Salar de Uyuni", der größten Salzpfanne der Erde, vermutet. Das Leichtmetall wird beim Bau von Batterien für Handy-Akkus, Elektroautos und in der Medizintechnik verwendet. Trotz weltweit steigender Nachfrage besonders aus China, werden in Bolivien vergleichsweise geringe Mengen von Lithiumkarbonat abgebaut.

Das soll sich nun ändern. Die Andenrepublik will verstärkt ausländische Unternehmen ins Land locken. Sie sollen in den Aufbau von Fabriken und den Abbau von Lithiumkarbonat investieren und dem Land so zu Wohlstand verhelfen.

Dazu sei man bereits in Gesprächen mit potenziellen Interessenten, so Juan Carlos Montenegro, Chef der staatlichen Lithium-Firma YLB: "Wir sind dabei, ein Unternehmen zu engagieren, das für den Bau, die Inbetriebnahme und Förderung von Litiumkarbonat verantwortlich sein wird."

Bisher hatte Bolivien in Eigenregie in mehreren Pilotprojekten die Förderung und Verarbeitung erprobt. Die industrielle Förderung des "weißen Golds" in großem Stil lässt auf sich warten. Denn eine Vorgabe an Investoren ist es, große Teile der Wertschöpfungskette - also auch die Weiterverarbeitung zu Batterien und den Bau von Elektroautos im Land zu behalten.

Experten bezweifeln, dass Industrieriesen wie Albemarle Corp oder die chilenische SQM Partnerschaften mit der staatlichen Lithium-Firma Yacimientos del Litio Boliviano (YLB) Geld in Boliviens entstehende Industrie stecken werden. Schuld daran dürfte auch die Interventionspolitik von Boliviens Präsident Evo Morales sein. So hatte er in der Vergangenheit Unternehmen mit ausländischen Anteilen enteignet.

Doch die Nachfrage nach dem wertvollen Rohstoffs steigt und damit auch der Druck, relativ leicht zugängliche Reserven abzubauen.

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