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Spanien: Einzige Tochter von Diktator Franco ist gestorben

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Spanien: Einzige Tochter von Diktator Franco ist gestorben

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Carmen Franco ist gestorben. Die einzige Tochter des spanischen Diktators Francisco Franco ist im Alter von 91 Jahren in ihrem Haus in Madrid einem Krebsleiden erlegen, das teilte ihre Biografin mit. Großenkel Luis Alfonso de Borbón gab den Tod seiner Großmutter auf den sozialen Netzwerken bekannt. Die Krankheit war Maria del Carmen Franco Polo - ihr voller Name - erst im September diagnostiziert worden.

Carmen Franco, von König Juan Carlos zur Herzogin erhoben, hatte bis zuletzt das Vermögen und die Geschäfte der Familie Franco verwaltet. Laut Journalisten hinterlässt sie mehrere Hundert Millionen Euro. Ihr wurden schon immer gewisse Noblesse-Allüren nachgesagt.

1950 heiratete sie den Arzt Cristóbal Martínez-Bordiú. Die Hochzeit wurde in dem damaligen verarmten Spanien mit Hunderten Gästen groß gefeiert. Das Paar hatte sieben Kinder.

Politisch gesehen war die Tochter des "Generalissimo" keine sehr einflussreiche Person. Viele Spanier haben ihr regelmäßig vorgeworfen, die Gewaltherrschaft ihres Vaters zu verharmlosen. Öffentliche Auftritte hatte sie zuletzt nur selten. "Über meinen Vater soll die Geschichte urteilen, nicht ich", steht in ihrer Biografie.

Sie war Eherenpräsidenten der Nationalstiftung Francisco Franco, die mit finanzieller Unterstützung des Staates, das Andenken an den im Jahr 1975 verstorbenen Putschgenerals pflegt.