Erdogan will "Terroristen ausrotten" - offenbar 28 Zivilisten getötet

Türkische Soldaten an der Grenze zu Syrien
Türkische Soldaten an der Grenze zu Syrien Copyright REUTERS/Umit Bektas
Von Kirsten Ripper mit Reuters, APTN
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Der türkische Präsident hält die Militäroffensive "Olivenzweig" bisher für erfolgreich. Beobachter berichten von mindestens 28 in Syrien getöteten Zivilisten.

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Am Tag 5 der türkischen Militäroffensive gegen die Kurdenmiliz YPG in Nordsyrien hat es auch wieder Bombenangriffe auf Grenzorte in der Türkei gegeben. Dabei wurden acht Menschen verletzt.

Unabhängige Beobachter berichten, dass durch die türkischen Bombardierungen in Syrien mindestens 28 Zivilisten getötet wurden.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan erklärte, man werde die "Terroristen ausrotten". Er sagte: "Die Operation **Olivenzweig **verläuft erfolgreich, wir haben angefangen, die Region Afrin von Terroristen zu säubern."

Die "Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte" veröffentlichte ein Video, das die durch die türkischen Luftangriffe verursachte Zerstörung in Jandaris zeigen soll.

Auf einem weiteren Amateurvideo sagt ein syrischer Familienvater, er habe seinen Kindern weniger Brot zu essen gegeben, um sein Haus zu finanzieren. Und von einer Minute zur nächsten sei es völlig zerstört worden.

Die von der Türkei als PKK-Ableger und Terrororganisation eingestuften YPG-Milizen lieferten sich Kämpfe nicht nur gegen die türkische Armee sondern auch gegen andere Milizen. Mehrere Dutzend YPG-Kämpfer sind in den vergangenen Tagen getötet worden. Mindestens 5.000 syrische Zivilisten sind bereits vor den Gefechten geflohen. 

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