Grenzstreit: Frankreichs Haushaltsminister will nach Italien reisen

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Von Andrea Büring mit dpa, afp
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Haben die französischen Zollbeamten illegal gehandelt, als sie einen Nigerianer in Italien zum Drogentest aufforderten?

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Nach dem Einsatz französischer Zollbeamter in Italien hat die Staatsanwaltschaft in Turin Ermittlungen aufgenommen. Geklärt werden soll, ob die Franzosen rechtmäßig handelten, als sie einen Nigerianer am Bahnhof des italienischen Grenzortes Bardonnechia zum Drogentest aufforderten.

Paris will Wogen glätten

Um die Angelegenheit zu klären, will Frankreichs Haushaltsminister Gérald Darmanin in Kürze nach Italien reisen. Seiner Erklärung zufolge hätten die Zollbeamten im Zug von Paris nach Mailand den in Italien wohnhaften Mann verdächtigt, Drogen zu schmuggeln. Einen entsprechenden Urintest wollten sie am Bahnhof Bardonnechia durchführen. Dort hätten sie einen Raum genutzt, in dem derzeit die Hilfsorganisation Rainbow4Africa untergebracht sei.

Rom empört über Vorgehen

Aus Verärgerung über den Einsatz auf italienischem Staatsgebiet hatte Rom an diesem Samstag den französischen Botschafter einbestellt.

Vor dem Hintergrund der Migrationskrise kommt es an der Grenze zu Frankreich immer wieder zu Spannungen. Hilfsorganisationen warfen den Sicherheitskräften wiederholt ein zu aggressives Vorgehen vor.

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