Volkswagen soll unliebsamen Zulieferer bespitzelt haben

Die Volkswagen-Chefs bei einer Pressekonferenz in Wolfsburg
Die Volkswagen-Chefs bei einer Pressekonferenz in Wolfsburg Copyright REUTERS/Fabian Bimmer
Von Christoph Wiesel mit DPA
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VW hat laut einem Zeitungsbericht Privatdetektive engagiert, um Mitarbeiter eines Zuliefererunternehmens zu beschatten. Hintergrund ist ein Streit, der bis 2016 zurückreicht.

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Volkswagen soll im Streit mit dem Zuliefererunternehmen Prevent mehrere Dutzend Personen bespitzelt haben. Laut einem Bericht der Bild am Sonntag engagierte VW Privatdetektive, um 37 "Zielpersonen" der Prevent-Gruppe zu beschatten - darunter Führungskräfte, Eigentümer und Anwälte.

Hintergrund ist demzufolge ein Lieferstopp vor zwei Jahren. Tochterunternehmen der Prevent-Gruppe hatten VW damals kurzfristig nicht mehr mit Sitzbezügen und Getriebeteilen beliefert. In mehreren VW-Fabriken standen deshalb die Bänder still - mit großem Schaden für den Konzern.

VW erklärte, man habe in dieser Ausnahmesituation "Recherchen über die (Prevent-)Gruppe in Auftrag gegeben, insbesondere um mehr Transparenz über deren Strukturen und Netzwerk zu bekommen". Nach allem, was man derzeit wisse, sei das jedoch "stets im Rahmen der rechtlichen Vorschriften" geschehen. "Dies erfolgte, um unserer Verantwortung für Volkswagen und seine Mitarbeiter gerecht zu werden."

Unternehmenskreise zitiert die Bild am Sonntag aber mit den Worten, man sei möglicherweise über das Ziel hinausgeschossen. Denn unter anderem sollen dabei auch Privatadressen ausgespäht worden sein.

Prevent forderte VW auf, die Vorwürfe rasch zu untersuchen. Die Verantwortlichen müssten umgehen und abschließend Klarheit schaffen, hieß es.

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