Euronews kann nicht mehr über Internet Explorer abgerufen werden. Der Browser wird von Microsoft nicht aktualisiert und unterstützt die neuesten technischen Entwicklungen nicht. Wir empfehlen Ihnen, einen anderen Browser wie Edge, Safari, Google Chrome oder Mozilla Firefox zu benutzen.
Eilmeldung

Irland: Referendum über die Lockerung des Abtreibungsgesetzes

Irland: Referendum über die Lockerung des Abtreibungsgesetzes
Euronews logo
Schriftgrösse Aa Aa

In Irland wird heute das Referendum darüber abgehalten, ob das strenge Abtreibungsgesetz geändert werden soll. Seit den frühen Morgenstunden strömt die Bevölkerung in die Wahllokale, um ihre Stimme abzugeben.

Bisher herrschte im Land eines der strengsten Abtreibungsgesetze in der EU. Bei der Abstimmung geht es konkret um die Abschaffung des achten Zusatzartikels des Abtreibungsgesetzes, laut dem das Embryo das gleiche Recht auf Leben wie die Mutter hat.

Dies galt bisher auch bei Vergewaltigung oder sogar Inzest und bis 2014 auch bei Lebensgefahr der schwangeren Mutter, was in Irland nach dem Tod einer Schwangeren, infolge einer Infektion und der Verweigerung des Schwangerschaftsabbruchs durch die Ärzte, zu Massenprotesten führte.

Der irische Premierminister Leo Varadkar -selber ein Arzt- hält das Referendum ab, weil er die Folgen des absoluten Abtreibungsverbotes in Irland aus erster Hand bestens kennt.

Es wird diesmal eine noch höhere Wahlbeteiligung als beim Referendum zur gleichgeschlechtliche Ehe erwartet. 40.000 im Ausland lebende Iren und Irinnen sowie 125.000 neu registrierte Wähler und Wählerinnen werden ihre Stimme im Rahmen der sogenannten #hometovote Kampagne abgeben.