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Britisches Parlament für Abtreibung und gleichgeschlechtliche Ehe in Nordirland

Britisches Parlament für Abtreibung und gleichgeschlechtliche Ehe in Nordirland
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Die Abgeordneten im Unterhaus des britischen Parlaments haben mehrheitlich für die Ausweitung der Gesetze zur gleichgeschlechtlichen Ehe und zum Abtreibungsrecht auf Nordirland gestimmt. Als Nächstes wird der Entwurf dem Oberhaus vorgelegt. Allerdings würden die Regelungen in Nordirland nicht in die Tat umgesetzt werden, sollte bis Oktober eine Regionalregierung aufgestellt werden. Nordirland wird derzeit von London aus regiert, seitdem im Januar 2017 die Koalition aus Nationalisten und Unionisten in Belfast zerbrach.

Die Labour-Partei hatte den Vorschlag zur Ausweitung der Gesetze auf Nordirland eingebracht. Bislang sind dort Schwangerschaftsabbrüche nur dann gestattet, wenn das Leben der Mutter oder ihre seelische Gesundheit in Gefahr sind. Damit sind die Regelungen strenger als in den anderen Teilen Großbritanniens. Deshalb wenden sich nordirische Frauen, die eine Abtreibung in Betracht ziehen, meist an Ärzte in England, Schottland oder Wales.

Auch in Bezug auf die gleichgeschlechtliche Ehe unterscheidet sich die Gesetzeslage in Nordirland. Dort ist sie verboten, was im August 2017 vom Obersten Gerichtshof bestätigt wurden - in den anderen Landesteilen können sich lesbische und schwule Paare seit 2014 das Ja-Wort geben. Widerstand gegen eine Ausweitung auf Nordirland kommt insbesondere von der protestantischen Partei DUP.