Von Jule Scharr mit dpa
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In Italien bildet der Wirtschaftsexperte Cottarelli eine Übergangsregierung. Er verspricht eine "vernünftige Finanzpolitik."
Er soll Italien aus der Regierungskrise führen: Carlo Cottarelli, 64 Jahre alt, früherer Direktor beim Internationalen Währungsfonds.
Der Ökonom soll eine parteiunabhängige Übergangsregierung bilden. Ihre Aufgaben: Europa und die Finanzmärkte beruhigen, den Haushalt für das kommende Jahr verabschieden und dann zu Neuwahlen schreiten.
Cottarelli ist Unterstützer des Euros und dagegen, dass Italien neue Schulden macht – anders als die Koalition aus Fünf Sternen und Lega. Deren Europaskepsis hält er für problematisch. Er will sich aber stärker für Italiens Interessen in Brüssel einsetzen.
Cottarelli wurde 1954 in Cremona in Norditalien geboren. Er war bereits "Sparminister" im Kabinett von Demokrat Enrico Letta.