Griechenland trauert um seine Opfer

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Von Michalis Arampatzoglou
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Das Meer war für viele Menschen in den Waldbrandgebieten die letzte Rettung.

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In Mati brach das Feuer am Montagnachmittag aus, von dort aus breitete es sich rasch aus: Mittlerweile hat die Feuerwehr die Brände im Ferienort östlich von Athen weitgehend unter Kontrolle.

Für mehrere Menschen kam jede Hilfe zu spät: Sie hatten vergeblich versucht, sich in Sicherheit zu bringen.

Euronews-Reporter Michalis Arampatzoglou beschreibt: "Bei Tageslicht wird das Ausmaß der Tragödie deutlich. Die Flammen breiteten sich bis zum Meer aus. 26 Menschen starben einen tragischen Tod auf einem Feld: Da die Küste voller Felsen ist, fanden sie nicht den richtigen Weg, der zum Wasser führt."

Eine Augenzeugin erlebte die Tragödie aus nächster Nähe. Sie sagte, "als wir realisierten, dass es keinen Ausweg gab, haben wir unser Auto mitten auf der Straße stehen lassen. Ich nahm mein Kind in den Arm und rannte einen Pfad entlang Richtung Meer. Wir kamen dort hinter dem Haus raus, liefen zum Strand und sprangen ins Wasser. Es war eine Frage von Sekunden, das Meer rechtzeitig zu erreichen."

Ich bin mir sicher, es waren Menschen hinter mir, und wusste, dass sie es mit großer Wahrscheinlichkeit nicht schaffen würden. Man hat tatsächlich ihre Leichen gefunden. Ich weiß nicht, wie sie auf das Feld gelangten. Sie haben den richtigen Pfad wohl nicht gefunden. Jetzt wird mir langsam klar, dass es genau der Ort ist, wo die 26 Leichen entdeckt wurden."

Aus Respekt für die Opfer ordnete die griechische Regierung eine dreitägige Staatstrauer an.

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