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Brandkatastrophe in Griechenland: Küstenwache sucht weiterhin nach den Vermissten

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Brandkatastrophe in Griechenland: Küstenwache sucht weiterhin nach den Vermissten

Brandkatastrophe in Griechenland: Küstenwache sucht weiterhin nach den Vermissten
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In der Nähe der Region Mati bereiten sich Rettungstaucher auf ihren Einsatz vor. Seit den tödlichen Flammen werden hier noch dutzende von Menschen vermisst. Die Rettungshelfer sollen sich nun auf die Suche der noch Vermissten begeben.

Die Helfer sind in Griechenland seit Jahren im Einsatz und trotzdem ist die emotionale Last groß.

Zuerst komme die Pflicht und erst zu Hause könne man dann über seine eigenen Gefühle nachdenken, sagt eine Helferin.

Die Rettungseinsätze gehen bislang fast eine Woche. Die griechische Küstenwache konnte bis jetzt acht Leichen aus dem Wasser bergen. Mit den Strömungen wurden einige kilometerweit weggetrieben.

In Rafina stellen die Menschen Anträge, um von der Regierung Entschädigungsgelder für ihre abgebrannten Höuser zu erhalten.

Der Wiederaufbau der der Häuser, der Straßen sowie des Stromnetzes und der Kanalisationwird einige Zeit dauern. Für die Einwohner von Mati jedoch es in der Ortschaft auch nach dem Wiederaufbau nie wieder wie vorher sein.

Viele Fragen stehen noch offen und der Ärger der Menschen ist groß.

Spezielle Reinigungsfirmen bieten für 3000 bis 4000 Euro die Säuberung des Schuttes in den abgebrannten Häusern an.

Die 5000 Euro Entschädigungssumme ist somit kaum genug das Haus zu säubern geschweige denn es wieder aufzubauen.

Viele der in Mati abgebrannten Häuser waren zudem nicht gegen Brand versichert.

Doch die Menschen kommen zusammen und teilen ihre Schicksalsgeschichten miteinander, um sich gegenseitige Unterstützung zu leisten. Psychologen sehen darin einen wichtigen Schritt im Heilungsprozess der Katastrophe.

Im ganzen Land ist infolge der Brandkatastrophe eine Diskussion über die Sparmaßnahmen ausgebrochen und wie die gekürzten Gelder zur Rettung der Opfer hätten eingesetzt werden können.

Die Menschen in Mati lassen sich nicht entmutigen und versuchen die Brandkatastrophe gemeinsam zu verarbeiten und hinter sich zu lassen.

Die Anzahl der freiwilligen Helfer ist zudem groß. Die Freiwilligen unterstützen die Einwohner von Mati beim Saubermachen, verteilen Lebensmittel oder leisten den Brandopfern psychische Unterstützung, damit diese die furchtbare Tragödie überwinden können.