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Weitere US-Sanktionen gegen Russland: Kritik aus Moskau

Weitere US-Sanktionen gegen Russland: Kritik aus Moskau
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Russland hat die Ankündigung der USA, weitere Sanktionen gegen Moskau einzuleiten, scharf kritisiert.

Russlands Botschaft in den Vereinigten Staaten veröffentlichte eine Stellungnahme, in der es heißt, man sei über die Maßnahmen in Kenntnisse gesetzt worden, die mit den Vergiftungsfällen im englischen Salisbury in Zusammenhang stehen. Der Vorwurf einer Verwicklung der russischen Regierung sei unglaubwürdig, es gebe diesbezüglich weder Fakten noch Beweise, heißt es. Die britischen Behörden beschuldigen Russland, Urheber des Vergiftungen zu sein.

Aus dem US-Außenministerium war zu hören, es solle vorerst untersagt werden, unter anderem Turbinen, elektronische Bauteile und Waffen nach Russland zu exportieren. Die Sanktionen sollen in rund zwei Wochen in Kraft treten.

Die Entscheidung Washingtons widerspreche der konstruktiven Atmosphäre, die beim Treffen zwischen Wladimir Putin und Donald Trump in Helsinki Mitte Juli geherrscht habe, sagte ein Kremlsprecher.

Maria Sacharowa, Sprecherin des russischen Außenministeriums, sagte: „Gespräche mit Russland, die von einer Position der Stärke aus und mit fordernden Tönen geführt werden, sind nutz- und aussichtslos. Russland wird beginnen, an Gegenmaßnahmen zu arbeiten, um auf einen abermals unfreundlichen Akt aus Washington zu antworten. In diesem Zusammenhang ist es merkwürdig, dass die US-Regierung dennoch ihre Bereitschaft betont, die Beziehungen zu Russland zu verbessern. Das ist reine Heuchelei."

Begründet werden die Sanktionen seitens der USA mit dem Gesetz zur Kontrolle chemischer und biologischer Waffen. Im englischen Salisbury waren der frühere russische Geheimdienstler Sergej Skripal und seine Tochter mit dem Nervengift Nowitschok vergiftet worden. Die Hintergründe des Falls bleiben unklar.