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Merkel will "wirtschaftlich prosperierende Türkei"

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Die Spitzen der deutschen Bundesregierung haben ihre Sorge ob des Absturzes der türkischen Lira ausgedrückt.

Niemand habe ein Interesse an einer wirtschaftlichen Destabilisierung der Türkei, betonte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Rande eines Treffens mit dem bosnischen Ministerpräsidenten Denis Zvizdic in Berlin.

„Es muss natürlich auch alles getan werden, damit zum Beispiel auch eine unabhängige Notenbank arbeiten kann und ähnliches. Wir werden ja in nächster Zeit Gelegenheit haben, auch mit dem türkischen Präsidenten über diese Fragen zu sprechen. Wir profitieren davon, wenn es ein stabiles Umfeld gibt, ein stabiles wirtschaftliches Umfeld auch um die Europäische Union herum. Dazu müssen die entsprechenden Beiträge geleistet werden. Deutschland jedenfalls möchte eine wirtschaftlich prosperierende Türkei, das ist auch in unserem Interesse.“

Der deutsche Außenminister Heiko Maas nannte die Lage in der Türkei beunruhigend. Eine Beilegung der Spannungen, die durch die Inhaftierung des US-Pastors, aber auch durch die nach wie vor in türkischen Gefängnissen sitzenden deutschen Staatsbürger bestehen, würde die Lösung auch der wirtschaftlichen Probleme erheblich vereinfachen, so Maas weiter und fuhr fort: „Die Türkei ist ein wichtiger Staat, auch für die europäische Wirtschaft über die Europäische Union hinaus, auch für deutsche Unternehmen. Und insofern ist das, was wir dort sehen, wirklich beunruhigend“, sagte der deutsche Außenminister.