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Vierspurige Autobahnbrücke in Genua eingestürzt: mindestens 30 Tote

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Vierspurige Autobahnbrücke in Genua eingestürzt: mindestens 30 Tote

Vierspurige Autobahnbrücke in Genua eingestürzt: mindestens 30 Tote
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REUTERS/Stringer
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Beim Einsturz einer vierspurigen Autobahnbrücke in der italienischen Hafenstadt Genua sind mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen. Das hat die italienische Regierung am Dienstagnachmittag mitgeteilt. Demnach waren zunächst vier Menschen lebend geborgen worden.

Eine entsetzliche Tragödie.

Danilo Toninelli Italienischer Verkehrsminister

Nach Angaben der Narichtenagentur ANSA stürzte ein etwa 100 Meter langes Teilstück aus 40 Metern in die Tiefe.´ Mehrere Lastwagen seien im Fluss Polvecera gelandet, über den die mehr als 40 Meter hohe Brücke der A10 auch führt.

Offenbar stürzten Teile der Autobahn aber auch auf Wohnhäuser.

In der Nähe der Brücke seien nach dem Einsturz vorsichtshalber Häuser evakuiert worden.

Kollaps während eines Unwetters

Der Einsturz habe sich während eines gewaltigen Unwetters ereignet, teilte die Polizei auf Twitter mit. Der Feuerwehr zufolge ereignete sich der Einsturz des Ponte Morandi, der auch als Polcevera-Viadukt bezeichnet wird, am Dienstag gegen 12.00 Uhr. "Massenhaft" Einsatzkräfte seien vor Ort, erklärte sie auf Twitter.

Autos in die Tiefe gestürzt

Die Feuerwehr veröffentlichte ein dramatisches Bild: Ein Lastwagen steht auf der Brücke, die direkt vor ihm eingestürzt ist. Die Tageszeitung "La Repubblica" schrieb online, dass mehrere Autos in die Tiefe gestürzt sein könnten.

Die Rettungsarbeiten werden organisiert wie nach einem Erdbeben. Darauf sind die Feuerwehrleute in Italien wegen der Gefahr im Land gut vorbereitet.

In den vergangenen Jahren hatte es Zweifel an der Sicherheit der Brücke in Genua gegeben. 2016 hatten offenbar erste Renovierungsarbeiten begonnen.

Die Brücke führt unter anderem über Gleisanlagen und ein Gewerbegebiet. Die Autobahn 10 wurde gesperrt.

Macron will helfen

Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat Italien Hilfe angeboten. "Unsere Gedanken sind bei den Opfern, ihren Angehörigen und dem ganzen italienischen Volk", teilte Macron am Dienstag auf Twitter mit. "Frankreich steht in dieser Tragödie an der Seite Italiens und hält sich bereit, jegliche nötige Unterstützung zu leisten."