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Zum Tod Kofi Annans: Engagement für Frieden und Menschenrechte

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Zum Tod Kofi Annans: Engagement für Frieden und Menschenrechte

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Der Friedensnobelpreisträger und ehemalige UN-Generalsekretär Kofi Annan ist tot.

Er ist im Alter von 80 Jahren nach kurzer Krankheit in einem Krankenhaus in Bern gestorben. Der in Ghana geborene Diplomat stand zehn Jahre lang an der Spitze der Vereinten Nationen.

Die Sprecherin des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte, Ravina Shamdasani, hebt vor allem Annans Beharrlichkeit hervor, wenn es um den Frieden in der Welt ging: "Wir werden Kofi Annan am meisten für sein Engagement für Frieden und Menschenrechte in Erinnerung behalten. Für seinen unermüdlichen Glauben, dass Diplomatie, Dialog und die Vereinten Nationen funktionieren, dass wir Konflikte vermeiden können, dass wir sie lösen können und niemals aufgeben sollten. Wir müssen weitermachen. Wir müssen weiterhin für Menschenrechte eintreten, selbst angesichts scheinbar unüberwindbarer Hürden."

Aus der ganzen Welt zollten Menschen Kofi Annan ihre Anerkennung, darunter viele Politiker und Prominente.

Wie UN-Generalsekretär Antonio Guterres und die britische Premierministerin Theresa May, die schrieb, dass Annan enorm dazu beigetragen habe, dass die Welt, die er verlässt, ein besserer Ort ist als die Welt, in die er geboren worden war. Stets wird besonders seine Arbeit für den Frieden gelobt.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel teilte mit, Annan habe sie und viele andere "mit seinen Ideen, seinen aufrechten Überzeugungen und nicht zuletzt seinem Charisma" inspiriert.

Auch der Präsident Südafrikas, Cyril Ramaphosa, reiht sich in die Bewunderer des Lebenswerks von Kofi Annan ein: "Es erfüllte uns mit Stolz, dass sich ein afrikanischer Staatsmann mit Weltproblemen beschäftigte und Lösungen für sie fand, daher senken wir unsere Häupter in Gedenken an ihn."

Im Dezember 1996 wurde Kofi Annan zum siebten Generalsekretär der Vereinten Nationen eingeschworen, er war der erste Schwarzafrikaner auf dieser Position und löste seinen Vorgänger Boutros Boutros-Ghali ab.

Annan trat stets für den Frieden ein und verurteilte beispielsweise den "präventiven Krieg", den der damalige US-Präsident George W. Bush gegen den Irak führte.

Ab 2007 übernahm Ban Ki-moon den Vorsitz des UN-Sekretariats, doch Kofi Annan engagierte sich weiterhin für Frieden in der Welt.