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USA-China: Neue Runde im Handelsstreit

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USA-China: Neue Runde im Handelsstreit

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Die USA haben im Handelsstreit mit China weitere Zölle für Waren im Wert von 16 Milliarden Dollar in Kraft gesetzt. Die Zölle in Höhe von 25 Prozent betreffen 279 Güter, darunter vor allem Industrieprodukte. China verurteilte die neuen Abgaben und setzte seinerseits weitere Zölle auf US-Produkte in Kraft.

Die neuen Zölle könnten die derzeitigen Verhandlungen zwischen den beiden Staaten blockieren. Erstmals seit zwei Monaten beraten Vertreter beider Staaten über den Handelsstreit, allerdings auf niedriger politischer Ebene. In der amerikanischen Wirtschaft ist man besorgt. Walter Weller, Vizepräsident des Unternehmens China Manufacturers Alliance sagt: "Mir liegt viel an der chinesischen Reifenindustrie und deren Rolle auf dem US-Markt. Ihr Marktanteil liegt bei 40 Prozent. Das ist eine Menge, und es gibt keinen anderen Markt auf der Welt, der diese Nachfrage befriedigen könnte."

Stephen Lamar vom Verband der Textil- und Schuhhersteller warnt vor der ruinösen Kraft der Zölle: "Wir haben einige Mitglieder, die herausgefunden haben, dass die Garne und Stoffe, die sie nach China liefern, mit 25 Prozent Zoll belegt werden sollen. Und dann sollen die fertigen Waren, die sie aus China importieren, noch einmal mit 25 Prozent Zoll belegt werden. Sie müssen doppelt zahlen. Das ist nicht gut."

Ein Ende des Handelsstreits ist nicht in Sicht. US-Handelsminister Wilbur Ross betonte: China könne zwar ein bisschen Vergeltung üben, aber am Ende hätten die USA "viel mehr Kugeln als sie". China wisse das. "Wir haben eine viel stärkere Wirtschaft als sie, das wissen sie auch."