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"Fake-Beweise" in Chemnitz? Verdächtiger Iraker (22) kommt frei

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"Fake-Beweise" in Chemnitz? Verdächtiger Iraker (22) kommt frei

"Fake-Beweise" in Chemnitz? Verdächtiger Iraker (22) kommt frei
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REUTERS/Tobias Schle
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Nach der tödlichen Messerstecherei von Chemnitz schreibt der Anwalt des beschuldigten Irakers auf seiner Webseite, sein Klient sei auf freiem Fuß. "Die heute erfolgte Haftbefehlsaufhebung war überfällig", schreibt Ulrich Dostin-Roxin in dem Artikel, zudem spricht der Verteidiger von "Freiheitsberaubung" und "Fake-Beweisen" der Staatsanwaltschaft.

Auf Anfrage von Euronews bestätigte die Staatsanwalt Chemnitz die Aufhebung des Haftbefehls gegen den Tatverdächtigen aus dem Irak. Der Vorwurf des dringenden Tatverdachts sei nicht länger gegeben, da weder Zeugen noch DNA-Proben seine Beteiligung an der Messerstecherei bestätigten.

Nach dem Tod des 35 Jahre alten Deutsch-Kubaners Daniel H. am 26. August waren ein Syrer und ein Iraker als tatverdächtig festgenommen worden. Bei der Messerstecherei wurden auch zwei weitere Menschen verletzt.

Von dem 22 Jahre alten Iraker Yousif A. hatte es geheißen, er hätte abgeschoben werden sollen. Der 23-jährige Syrer bleibt vorerst in Untersuchungshaft. Er konnte von Zeugen als derjenige identifiziert werden, der im Besitz eines Messers gewesen ist, so die Staatsanwaltschaft in Chemnitz. Ein dritter Tatverdächtiger ist weiter flüchtig. Nach ihm wird mit Hochdruck gefahndet.

Nach der Tat war es zu teils fremdenfeindlichen Protesten in Chemnitz gekommen - und zu Gegendemonstrationen gegen rechte Hetze.