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Aus Türkei abgeschoben: IS-Dschihadistin Sarah (20) mit 3 Kindern zurück in Deutschland

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Aus Türkei abgeschoben: IS-Dschihadistin Sarah (20) mit 3 Kindern zurück in Deutschland

Aus Türkei abgeschoben: IS-Dschihadistin Sarah (20) mit 3 Kindern zurück in Deutschland
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Pixabay CC Michael Gaida
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Mit 15 war Sarah O. aus Konstanz am Bodensee 2013 nach Syrien gereist, um sich dem sogenannnten "Islamischen Staat" anzuschließen. Jetzt wurde die Deutsch-Algerierin aus der Türkei abgeschoben und - als sie zusammen mit ihren drei Kindern nach Deutschland einreiste - am Flughafen Düsseldorf festgenommen.

Nach Angaben der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe hat Sarah O. 2014 in Syrien einen ebenfalls aus Deutschland stammenden IS-Kämpfer geheiratet. Schon 2013 hatte die Jugndliche an ihre Schulfreundinnen geschrieben: "Wir unterstützen unsere Ehemänner im Kampf und vermehren beziehungsweise gebären Kämpfer."

In der Erklärung des Generalbundesanwalts heißt es - bezogen auf 2014: "Spätestens zu dieser Zeit gliederte sich die Beschuldigte in die Entscheidungs- und Befehlsstruktur der ausländischen terroristischen Vereinigung „Islamischer Staat“ ein und übernahm ab Februar 2014 – gemeinsam mit ihrem Ehemann nach islamischem Recht – Wach- und Polizeidienste zur Sicherung der vom „IS“ kontrollierten Gebiete."

Offenbar hat die Bundesanwaltschaft genauere Erkenntnisse über das Leben von Sarah O. in Syrien: "Zudem bekam sie von der Vereinigung eine möblierte Wohnung zur Verfügung gestellt, in der sie Neuankömmlinge vorübergehend aufnahm. Sarah O. versuchte darüber hinaus, Personen aus Europa zur Ausreise nach Syrien zu bewegen, um dort für den „IS“ am Jihad teilzunehmen. Gemeinsam mit ihrem Ehemann nach islamischem Recht erhielt sie von der Vereinigung ein monatliches Gehalt von etwa 118 US Dollar."

Zu Beginn des Jahres floh Sarah O. in die Türkei und stellte sich dort. An diesem Freitag wurde die junge Frau nach Deutschland abgeschoben. Sie sollte sofort einem Haftrichter am Bundesgerichtshof vorgeführt werden.

Auch andere junge Frauen aus Europa, die sich dem IS angeschlossen hatten, wollen inzwischen nach Hause - auch wenn ihnen dort Haft droht.