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Merkel verliert... Kauder (69) und muss heftige Kommentare einstecken

Merkel verliert... Kauder (69) und muss heftige Kommentare einstecken
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REUTERS/Arnd Wiegmann/File Photo
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Dieser Herbst fängt nicht gut an für Angela Merkel. An diesem Dienstag hat die CDU-Chefin in ihrer Partei und bei der Schwesterpartei CSU für ihren Vertrauten Volker Kauder (69) geworben, doch dieser verlor die Abstimmung gegen den nicht sehr bekannten Ralph Brinkhaus (50) aus NRW. Der Finanzexperte Brinkhaus gewann mit 125 zu 112 Stimmen gegen den seit 13 Jahren als Fraktionschef amtierenden Kauder.

Schon zum zweiten Mal in dieser Woche musste Merkel eine Niederlage eingestehen. Es sei eine Stunde der Demokratie, und da gebe es auch Niederlagen. "Da gibt es auch nichts zu beschönigen", sagte die Kanzlerin.

Einige Schlagzeilen sind geradezu niederschmetternd für die deutsche Regierungschefin.

Lame duck Merkel, titelt die FAZ online. Im Kommentar steht, "dass die Autorität zwangsläufig sinkt, wenn erst einmal das Ende einer Amtszeit in Sicht ist. Bei Merkel kündigte sich das schon vor der Bundestagswahl an, danach erst recht, als Annegret Kramp-Karrenbauer zur Quasi-Parteivorsitzenden nach Berlin geholt wurde. In Amerika nennt man das Phänomen „lame duck“. Mit der Niederlage Merkels in der Fraktion beginnt nun, ob Brinkhaus es beabsichtigt hat oder nicht, die Debatte darüber, wie lange die Lähmung noch dauern soll."

Die Süddeutsche Zeitung meint, Merkel kann nicht weiterregieren als sei nichts geschehen.: "Merkel wird nicht zurücktreten. Aber sie muss überlegen, ob sie der Fraktion oder dem Bundestag insgesamt die Vertrauensfrage stellt. Seit diesem Dienstag kann die Kanzlerin sich des Rückhalts der eigenen Leute nicht mehr sicher sein. Das ist zu wenig, um kraftvoll zu regieren, wie sie es sich nur einen Tag zuvor selbst noch einmal vorgenommen hat."

Die taz spricht von einem Erdbeben und titelt zu Angela Merkel: Ihre Macht zerfließt.

Auf Twitter gibt es unzählige Kommentare. Hier eine Auswahl.

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