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In Berlin und im Internet: Protest gegen Erdogan in 10 Tweets

In Berlin und im Internet: Protest gegen Erdogan in 10 Tweets
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REUTERS/Christian Mang
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Kurz vor dem Staatsbankett im Schloss Bellevue in Berlin für den Präsidenten der Türkei haben laut Veranstaltern etwa 8.000 Menschen unter dem Motto #ErdoganNotWelcome demonstriert. Gesichert wurde der Protest von 4.200 Polizisten.

Bei der Pressekonferenz mit Angela Merkel hatte ein Journalist wegen der in der Tûrkei inhaftierten Kollegen mit einem T-Shirt "Freiheit für alle Journalisten" gefordert. Er wurde von Sicherheitsleuten abgeführt.

Der ehemalige Chefredakteur der Zeitung "Cumhurriyet" Can Dündar war nicht zur Pressekonferenz gekommen, weil Recep Tayyip Erdogan gedroht hatte, wegen Dündar abzusagen. Der türkische Journalist Dündar hat die Vorwürfe des türkischen Staatspräsidenten gegen ihn als Lügen bezeichnet. "Erdogan hat in dieser Pressekonferenz der ganzen Weltöffentlichkeit in die Augen geschaut und gelogen", sagte der in Deutschland im Exil lebende Journalist. Erdogan hatte die Auslieferung Dündars gefordert und diesen als "Agent" und "Verbrecher" bezeichnet.

Dündar wies die Vorwürfe zurück. Er habe keine Staatsgeheimnisse veröffentlicht und das Urteil gegen ihn sei von den obersten türkischen Richtern wieder aufgehoben worden, die nach dem Putschversuch im Juli 2016 selbst verhaftet worden seien. "Der Opposition vorzuwerfen, Terroristen zu sein, ist eine klassische Methode aller autokratischen Führer", sagte Dündar. "Wenn er beweisen kann, dass ich kein Journalist sondern ein Agent bin, bin ich bereit, meinen Beruf niederzulegen."

Einige der interessantesten Tweets hier im Überblick.

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Und so sieht es der satirische Postillon...

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