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3.10. in Berlin: Proteste zum Tag der Deutschen Einheit

3.10. in Berlin: Proteste zum Tag der Deutschen Einheit
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Von Euronews
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Zum Tag der Deutschen Einheit kommt es in Berlin neben den offiziellen Feierlichkeiten auch zu mehreren Demonstrationen. Die Gruppe "Wir für Deutschland" hielt am Europaplatz vor dem Hauptbahnhof eine Kundgebung unter dem Motto: "Tag der Nation".

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Zum Tag der Deutschen Einheit ist es in Berlin neben den offiziellen Feierlichkeiten auch zu mehreren Demonstrationen gekommen. 

Am Europaplatz vor dem Hauptbahnhof versammelten sich am Mittwochnachmittag mehrere hundert Menschen, um unter dem Motto "Tag der Nation" durch das Berliner Zentrum zu marschieren. Veranstalter war die rechtspopulistische und teilweise rechtsradikale Gruppierung "Wir für Deutschland". Ihr Protest richtet sich vor allem gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Parallel dazu gab es in der Hauptstadt mehrere Gegendemonstrationen, unter anderem von der Antifa, die ebenfalls am Hauptbahnhof zum Protest "Gegen den Naziaufmarsch" aufgeruffen hatte. Laut Polizeiangaben fanden sich dafür bis zum Nachmittag mehrere hundert Personen ein.

Es sei wichtig, auch am Tag der deutschen EInheit hier zu sein, sagt ein bunt geschminkter Demonstrant. "Weil es immer noch Menschen gibt, die nicht mitbekommen haben, dass es einfacher ist, tolerant und liebevoll miteinander umzugehen."

Nahe des Brandenburger Tors demonstriert eine "Oma gegen Rechts". Natürlich sei es schlimmer geworden, sagt sie. "Dinge, die man sich früher nicht getraut hätte, zu sagen, werden heute öffentlich ausgesprochen. Den Hitlergruß bei Großveranstaltungen zu zeigen, das ist etwas, dass ich mir in meiner Jugend, und die war schwarz genug, nicht habe träumen können."

Der offizielle Festakt fand in der Staatsoper Unter den Linden statt. Am Morgen hatten sich Bundeskanzlerin Merkel und Bundespräsident Steinmeier im Roten Rathaus in das Goldene Buch der Stadt eingetragen. Anschließend nahmen Sie an einem ökumenischen Gottesdienst im Berliner Dom teil.

Angela Merkel sagte: "28 Jahre später wissen wir aber, dass das, was wir Deutsche Einheit nennen, ein Prozess ist, ein langer Weg." Es sei wichtig, "einander zuzuhören, aufeinander zuzugehen, nicht nachzulassen", betonte die Kanzlerin. Dies gelte nicht nur für Politiker, sondern für alle Bürger. Merkel stellte fest: "Die Deutsche Einheit ist nicht beendet", sondern fordere die Menschen bis heute immer wieder heraus.

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