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WerteUnion gegen Merkel-Wiederwahl

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REUTERS/Hannibal Hanschke
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Kaum hat die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel ihren Willen zur Wiederwahl als CDU-Partivorsitzende betont, regt sich bereits Widerstand in der WerteUnion, dem konservativen Unionsflügel.

"Es wäre im Interesse der CDU und Deutschlands besser, wenn sie den Weg für die dringend notwendige personelle und inhaltliche Erneuerung selbst freimacht und nicht mehr als Parteivorsitzende antritt", sagte der Vorsitzender des Verbands Freiheitlich-konservativer Aufbruch in der Union, Alexander Mitsch. Und weiter: Frau Merkel sollte die Konsequenzen aus den von ihr gemachten Fehlern, insbesondere in der Asylpolitik und den daraus resultierenden schlechten Umfragewerten ziehen.

Merkel hatte am Donnerstagabend in Augsburg bei einer Veranstaltung der Zeitung "Augsburger Allgemeine" betont, sie sei nicht amtsmüde. Außerdem sei sie weiterhin der Meinung, dass das Kanzleramt und der CDU-Parteivorsitz zusammengehörten. Zuvor war die Abwahl des langjährigen Merkel-Vertrauten Volkmar Kauder als Unionsfraktionsvorsitzender vielfach als Schwächung der Kanzlerin ausgelegt worden. Kauders Nachfolger Ralph Brinkhaus betonte allerdings, obwohl die CDU-Fraktion inhaltlich neue Akzente setzen wolle, stehe er "voll hinter Merkel".

Merkel will sich nach eigenen Angaben auf dem CDU-Parteitag im Dezember in Hamburg zur Wiederwahl stellen.