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Malta: 58 Migranten konnten Rettungsschiff "Aquarius" verlassen

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Malta: 58 Migranten konnten Rettungsschiff "Aquarius" verlassen

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Das private Rettungsschiff «Aquarius» hat 58 Migranten nahe Malta an ein Schiff der dortigen Küstenwache weitergereicht. Das bestätigte eine Sprecherin der NGO "SOS Méditerranée", die zusammen mit der Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" das Schiff betreibt.

Die «Aquarius» hatte seit Dienstag in der Nähe von Malta darauf gewartet, dass die Menschen umsteigen können. Schlechtes Wetter hatte dies verzögert. Die Migranten sollen auf vier EU-Länder verteilt werden, darunter Deutschland.

Die «Aquarius» hatte die Menschen zwischen dem 20. und dem 23. September - zusammen mit einer Hündin - vor der Küste Libyens aufgenommen. Am Dienstag war die Entscheidung gefallen, sie nach Malta zu bringen. Zuvor hatten neben Deutschland auch Spanien, Frankreich und Portugal zugesagt, sie aufzunehmen.

RETTER VERLASSEN ZENTRALES MITTELMEER

Die meisten nichtstaatlichen Hilfsorganisationen hatten in den vergangenen Monaten den Abschnitt des Mittelmeers zwischen Italien und Libyen verlassen, nachdem der italienische Innenminister MatteoSalvini das Einlaufen privater Schiffe mit geretteten Migranten in italienische Häfen untersagt hatte.

Bis zu einer Ankündigung der spanischen NGO "Proactiva Open Arms" von Samstag, das Schiff “Astral“ wieder im zentralen Mittelmeer einzusetzen, war die "Aquarius" (seit August 2018: "Aquarius 2") das einzige verbliebene Rettungsschiff im zentralen Mittelmeer.

AQUARIUS 2

Im August 2018 hatte die Schifffahrtsverwaltung von Gibraltar (Gibraltar Maritime Administration), wo die Aquarius bisher registriert war, die Löschung der Aquarius aus dem Schifffahrtsregister von Gibraltar mit Wirkung ab dem 20. August 2018 verfügt. Die Begründung: Die Aquarius sei als Vermessungsschiff registriert, werde tatsächlich aber als Rettungsschiff eingesetzt. Zuvor hatte die Gibraltar Maritime Administration den Eigner erfolglos aufgefordert, diese der Registrierung nicht entsprechende Nutzung des Schiffes zu unterlassen. Mit dem Ende der Registrierung ist die Aquarius nicht mehr berechtigt, die Flagge von Gibraltar zu führen. Das Schiff führte seit dem Verlust der Flagge Gibraltars die von Panama und wurde im Zusammenhang mit dem Flaggenwechsel in „Aquarius 2“ umbenannt.

su mit dpa