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ARD-Umfrage vor der Bayernwahl: CSU 33% und Grüne 18%

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ARD-Umfrage vor der Bayernwahl: CSU 33% und Grüne 18%

ARD-Umfrage vor der Bayernwahl: CSU 33% und Grüne 18%
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REUTERS/Michaela Rehle
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Am 14. Oktober wählen die Bayern einen neuen Landtag. In einer neuen ARD-Umfrage sackt die bisher allein regierende CSU auf 33 Prozent ab, die SPD kommt nur noch auf 11 Prozent - gleichauf mit den Freien Wählern, die Grünen erreichen 18 Prozent, die AfD 10 Prozent.

Rein rechnerisch wäre im Freistaat den Ergebnissen der Umfrage zufolge sogar eine Viererkoalition gegen die CSU möglich - auch ohne Beteiligung der AfD. Grüne, SPD, Freie Wähler und FDP kommen derzeit also zusammen auf 46 Prozent - was für eine Mehrheit im Landtag reichen würde, gegen CSU und AfD. Ein solches Regierungsbündnis gilt allerdings als unwahrscheinlich.

Alarmzeichen für die CSU?

CSU-Generalsekretär Markus Blume warnte umgehend, Bayern könnte nach der Landtagswahl in 10 Tagen unregierbar werden. "Die Umfrage ist ein Alarmzeichen. Es drohen Unregierbarkeit und instabile Regenbogenkoalitionen gegen die CSU", sagte er am Donnerstagabend. "Der Erfolgsweg Bayerns ist akut in Gefahr, Bayern droht zu kippen."

Auch Ministerpräsident Markus Söder (CSU) warnte vor einer "völlig instabilen Regierung" wie in anderen Bundesländern, und dass die Demokratie in Bayern "zu wackeln beginnt". Über eine theoretisch mögliche Koalition gegen die CSU sagte Söder am Donnerstagabend bei einer Veranstaltung der BILD-Zeitung in Nürnberg: "Da kann ich mir nicht vorstellen, dass das Bayern verbessern hilft."

Söder machte die Berliner Politik mindestens mitverantwortlich für die schlechten CSU-Umfragewerte. "Das sind natürlich alles Zahlen, die unglaublich geprägt werden durch die Berliner Politik", sagte er.

Rechnerisch möglich wäre nach der neuen Umfrage auch eine schwarz-grüne Koalition. Für CSU und Freie Wähler würde es dagegen knapp nicht reichen, ebenso wenig für CSU und SPD. Allerdings könnten die Besonderheiten des bayerischen Wahlrechts dennoch zu einer Landtagsmehrheit dieser Koalitionen führen, hieß es in der ARD-Mitteilung. Hintergrund ist, dass in Bayern Erst- und Zweitstimmen zur Bestimmung der Sitzverteilung im Landtag zusammengezählt werden. Bei der Bundestagswahl ist das anders, dort ist für die Sitzverteilung alleine die Zweitstimme ausschlaggebend.

Rund drei Viertel der Bayern wünschen sich der Umfrage zufolge eine Koalitionsregierung: 71 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass das besser für den Freistaat wäre. Nur noch 23 Prozent halten eine CSU-Alleinregierung für besser. Erschwerend hinzu kommt für Ministerpräsident Markus Söder und die CSU, dass nur 47 Prozent der Befragten mit der Arbeit der Staatsregierung zufrieden oder sehr zufrieden sind. Das sei der niedrigste Wert in dieser Legislaturperiode, hieß es. 52 Prozent sind demnach weniger oder gar nicht zufrieden mit der Regierungsarbeit.

Mit der Arbeit Söders sind laut Umfrage 46 Prozent zufrieden oder sehr zufrieden, 47 Prozent sind weniger oder gar nicht zufrieden. Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger kommt auf 33 Prozent Zufriedenheit, gefolgt von SPD-Landeschefin Natascha Kohnen und den beiden Grünen-Spitzenkandidaten Katharina Schulze und Ludwig Hartmann.