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Saudi-Arabien gibt zu: Journalist Khashoggi wurde im Konsulat in Istanbul getötet

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Saudi-Arabien gibt zu: Journalist Khashoggi wurde im Konsulat in Istanbul getötet

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Saudi Arabiens Staatsmedien haben bestätigt, dass der Journalist Jamal Khashoggi im saudi-arabischen Konsulat in Istanbul getötet wurde.

Zuvor hatte die türkische Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen ausgeweitet.

Beamte suchten in einem Wald am Stadtrand von Istanbul und in einer Stadt in der Nähe des Marmarameeres nach Khashoggis sterblichen Überresten. Die Ermittler verfolgten die Routen zweier Autos, die nach Khashoggis Verschwinden vom saudischen Konsulat in Istanbul aus abgefahren waren. Außerdem wurden mehrere Mitarbeiter des Konsulats befragt.

Der türkische Außenminister Çavuşoğlu sagte, dass Anakara bisher keinerlei Informationen mit anderen Ländern geteilt habe:

"Natürlich haben wir einige Informationen und Beweise aus der Untersuchung vorliegen. Aber wir werden all dies erst dann mit der Weltöffentlichkeit teilen, wenn ein klares Ergebnis vorliegt. Denn die Welt fragt sich zu Recht, was mit Jamal Khashoggi passiert ist und wie."

Der US-Präsident geht davon aus, dass Khashoggi tot ist

Auch der US-Präsident hatte erklärt, dass er davon ausgehe, dass Khashoggi tot ist. Trump drohte mit schwerwiegenden Konsequenzen, sollte Rijad für den Tod des Journalisten verantwortlich sein. Er wolle aber zunächst das Ergebnis der Untersuchungen abwarten.

Khashoggi wollte am 2. Oktober im saudischen Konsulat in Istanbul Papiere abholen und ist seitdem verschwunden.

Ankara vermutete, dass er von einem saudischen Spezialkommando getötet wurde. Medienberichten zufolge hat die Regierung Audioaufnahmen, die beweisen, dass der Regimekritiker gefoltert und getötet wurde.

Am Mittwoch hatte US-Außenminister Mike Pompeo Ankara besucht. Danach hatten einige Medien berichtet, ihm seien die Aufnahmen vorgespielt worden. Çavuşoğlu wies dies zurück.