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Wer in der EU lernt am besten Englisch?

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Frankreich hat das niedrigste Niveau an Englischkenntnissen unter allen Ländern der Europäischen Union, das besagt eine Studie, die gerade veröffentlicht wurde.

Der English Proficiency Index 2018 des globalen Sprachschulungsunternehmens Education First hat die Englischkenntnisse von Nicht-Muttersprachlern in 88 Ländern auf der ganzen Welt miteinander verglichen.

Der Index, der durch Tests von 1,3 Millionen Nicht-Muttersprachlern ermittelt wird, hat ergeben, dass die Franzosen verglichen mit anderen EU-Bürgern am schlechtesten Englisch sprechen.

Frankreich belegt insgesamt den 35. Platz und kam so in internationale Gruppe "mittelmäßige Kompetenz".

Der English Proficiency Index teilt die Länder in fünf Gruppen ein. Diese reichen von "sehr gutem Können", in dem man nuancierte Sprache verwendet, fortgeschrittene Texte leicht lesen und einen Vertrag mit einem englischen Muttersprachler aushandeln kann, bis hin zu "sehr schlechtem Können" für Menschen, die sich einfach vorstellen, einfache Zeichen verstehen und grundlegende Anweisungen geben können.

Neben Frankreich ebenfalls im Bereich "moderate Kenntnisse" und am unteren Ende aller EU-Länder liegen Italien und Spanien.

Sowohl in Frankreich als auch in Italien haben die Bürger ihre Englischkenntnisse seit dem Bericht vom vergangenen Jahr verbessert, während das Englsch der Spanier schlechter geworden ist.

Die Schweden wurden als die besten englischsprachigen Nicht-Muttersprachler der Welt eingestuft. Die Nummer 1 vom vergangenen Jahr, die Niederlande, wurden auf den zweiten Platz verdrängt.

Dänemark, Deutschland, Österreich und Belgien gehören zu den anderen EU-Ländern, die als "sehr gut ausgebildet" eingestuft werden. 10 EU-Länder, darunter Griechenland, Portugal und Ungarn, sind in der Gruppe "gut ausgebildet".

Insgesamt erweisen sich die Englischkenntnisse in Europa als besser als in jeder anderen Region der Welt, aber Education First betont, dass das Niveau auf dem Kontinent sehr unterschiedlich sei.

"Drei der größten Volkswirtschaften des Kontinents - Spanien, Italien und Frankreich - haben anhaltende Defizite bei den Fähigkeiten in Englisch, während die Länder in Nordeuropa sechs der zehn führenden Positionen im Index einnehmen", heißt es in der Untersuchung.

Zudem stellt die Studie fest, dass "die Länder am Rande Europas deutlich hinter dem europäischen Durchschnitt zurückbleiben".

In der Gesamtrangliste belegt Libyen hinter dem Irak, Usbekistan und Kambodscha den letzten Platz. In all diesen Staaten wurden nur "sehr niedrige" Englischkenntnisse verzeichnet.

Education First sagte, dass verschiedene Maßnahmen dazu beitragen könnten, das Niveau der Kenntnisse zu verbessern. Dazu gehört das offizielle Anerkennen von Englisch als Schlüsselqualifikation, Englischunterricht für alle Kinder ab der Grundschule sowie Filme und TV-Sendungen im englischsprachigen Original (mit Untertiteln).