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Kosovo: Kurz drängt auf Dialog mit Serbien

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Kosovo: Kurz drängt auf Dialog mit Serbien

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Der österreichische Kanzler Sebastian Kurz hat seine Unterstützung für ein Abkommen zur Normalisierung der Beziehung zwischen dem Kosovo und Serbien bekräftigt. Wie Tags zuvor in Serbien rief er die beiden Länder bei seinem Besuch im Kosovo dazu auf, den stockenden Dialog wieder in Gang zu setzen. Kurz: "Wir sind fest davon überzeugt, dass, wenn es gelingt, ein Abkommen zustande zu bringen, dass niemand sich diesem Abkommen in den Weg stellen sollte. Ich gehe auch davon aus, dass es eine Unterstützung für ein Abkommen auch in der Europäischen Union geben wird, auch wenn es einen Gebietstausch oder eine Grenzziehung, ganz gleich, wie sie es nennen wollen, beinhaltet."

Seit September liegen die von der EU vermittelten Gespräche zur Konfliktlösung auf Eis. Belgrad und Pristina hatten zuvor erwogen, die Beziehungen durch den Tausch von Gebieten zu normalisieren. Viele EU-Länder, darunter Deutschland lehnten das ab.

Kurz äußerte sich in Pristina gegenüber Kosovos Präsident Hashim Thaci zudem skeptisch zu den Plänen, eine eigene Armee aufzubauen. Es sollten keine Entscheidungen getroffen werden, die zu mehr Instabilität führen könnten. Er bremste zudem die kosovarischen Erwartungen, dass die Visafreiheit für die EU bald umgesetzt wird. Priorität habe der stockende Dialog mit Serbien.