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So wirken US-Sanktionen gegen den Iran

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So wirken US-Sanktionen gegen den Iran

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Die US-Regierung Donald Trumps holt zum zweiten Schlag gegen den Iran aus. Nach den Wirtschaftssanktionen im August folgen nun weitere; sie treffen vor allem den Öl- und Bankensektor, sowie die wichtige Schifffahrtsbranche. Unternehmen, die mit iranischen Firmen und Banken Geschäfte machen werden vom US-Markt ausgeschlossen.

Das US-Finanzministerium hat ausführlich erläutert, welche Sektoren von neuen Sanktionen betroffen sein werden:

Zunächst trifft es die Transportbranche mit den wichtigen Häfen. So wird unter anderem die staatliche Reederei des Iran (Islamic Republic of Iran Shipping Line, IRISL) auf die Sperrliste gesetzt.

Der zweite Teil der Sanktionen betrifft die Öl-Transaktionen mit der staatlichen Firma Nioc und der Naftiran Intertrade Company (Nico), einer Schweizer Tochtergesellschaft der Nioc und der National Iranian Tanker Company (Nitc).

Sanktionen werden auch auf alle Transaktionen ausländischer Finanzinstitute mit der iranischen Zentralbank und anderen Finanzinstituten verhängt. Die Bereitstellung spezieller Finanzberichte für iranische Geldhäuser wird untersagt, die Erbringung von Versicherungs- und Risikoübernahmeleistungen wird ebenfalls bestraft.

Damit sollen die iranischen Banken vom internationalen Bankensystem ausgeschlossen werden, zudem wird es für den Iran äußerst schwierig wird, an Geld für seine Ölexporte zu kommen.

Ebenfalls betroffen ist der Energiesektor. Die US-Regierung widerruft die Genehmigungen, die zuvor US-amerikanischen oder ausländischen Unternehmen für Aktivitäten mit der iranischen Regierung gewährt wurden.

Acht Länder dürfen zunächst für sechs Monate weiter ungestraft iranisches Öl importieren, darunter die vier größten Importeure China, Indien, Südkorea und die Türkei.