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"Trump wird seine nationalistische Politik fortsetzen"

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In seinen ersten zwei Amtsjahren war Europa für Donald Trump der Lieblingsprügelknabe.

Das Europa-freundliche Washingtoner Establishment schien machtlos, auf Trump mäßigend einzuwirken.

Manchmal schien es, als wolle Trump eher einen Machtwechsel in Berlin und London vom Zaun brechen als in Pjöngjang oder Moskau.

Nach dem Wahlausgang in den USA hoffen viele in Europa auf einen weniger aggressiven Trump.

Andere sind skeptisch.

"Trump wird seine nationalistische Politik weiter betreiben und dies in einer rassistisch-aufgeladenen Sprache tun", sagt Corinna Hörst vom German Marshall Fund in Brüssel.

Ganz sicher wird er nicht seine Ansichten zum Klima-Abkommen, zu multilateralen Organisationen oder zum Iran ändern."

Nach Trumps Attacken auf Europa in Sachen NATO oder Strafzölle hatte Frankreich erklärt, Europa sollte die Situation nutzen, um enger zusammenzurücken.

Shada Islam vom Brüsseler Think Tank Friends of Europe geht sogar noch weiter.

"Wir können uns nicht von den USA abkoppeln, aber das heißt nicht, dass wir uns nicht mit anderen Partnern zusammentun können. Es ist wichtig, dass wir uns mit Kanada, Japan und China verständigen.

China ist nicht unser Feind oder strategischer Rivale. Wir können mit China arbeiten, wenn wir es auf vernüftige Weise tun."

Ob die transatlantische Partnerschaft hält, werden die nächsten zwei Jahre zeigen.