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Ukrainische Ferienlager: "Schießt auf alle Separatisten"

Ukrainische Ferienlager: "Schießt auf alle Separatisten"
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Mitten in einem Wald in der Ukraine: Achtjährige Kinder und Jugendliche trainieren mit Kalaschnikows in der Hand. Hier in diesem Sommerlager für Ultranationalisten erhalten die Kinder eine militärische Ausbildung.

Ihr Ausbilder: Yuri Cherkashin, ein erfahrener Soldat, der in der russisch-sprachigen Ostukraine gegen die Separatisten gekämpft hat: "Wir zielen niemals auf Menschen, nie. Aber Serperatisten und aus Moskau kommende Besatzer betrachten wir nicht als Menschen. Deswegen könnt und sollt ihr auf sie schießen."

Radikal-nationalistische Gruppen haben eine wichtige Rolle im Ukrainekonflikt gespielt und gegen die von Moskau unterstützen Rebellengebieten im Osten des Landes gekämpft. Sie unterhalten weiter gute Beziehungen zur Regierung in Kiew. Solche von rechtsextremen Gruppen betriebene Kinderlager erhalten sogar staatliche Mittel.

Ruslan Andreiko, Mitglied der rechtsextremen Partei Svoboda erklärt den Kindern: "All diese Gender-Fragen sind Perversionen moderner Bolschewiki, die in Europa an die Macht gekommen sind und jetzt versuchen Schwulenparaden/Gay Prides und ähnliches zu einem Teil des Bildungssystems zu machen."

In der Ukraine ist ein extremer Nationalismus mittlerweile an der Tagesordnung. Im Oktober haben in Kiew Nationalisten und Rechtsradikale an die Gründung der Ukrainischen Aufstandsarmee vor 76 Jahren erinnert. Sie zogen zu Tausenden begleitet von einem großen Polizeiaufgebot durch die ukrainischen Hauptstadt und skandierten "Ruhm der Ukraine!". Der "Tag der Verteidiger der Ukraine" ist seit 2015 ein Feiertag in dem Land.