Eilmeldung

Eilmeldung

160 Mio Euro teurer Supercomputer soll extremes Wetter besser voraussagen

160 Mio Euro teurer Supercomputer soll extremes Wetter besser voraussagen
Schriftgrösse Aa Aa

Meteorologen, Wetter-Experten und andere Wissenschaftler aus ganz Europa sind in einer alten Tabakfabrik in Bologna zusammengekommen, Denn in der norditalienischen Stadt wird ein neuer Supercomputer installiert.

Betrieben werden der Wetter-Computer und das Datenzentrum vom ECMWF, dem Europäischen Zentrum für Mittelfristige Wettervorhersage.

Die Direktorin des ECMWF, Florence Rabier, erklärt: "Wir wollen die Wissenschaft weiterbringen, die Leistung des Computers steigern, um Hitze- oder Kältewellen besser vorauszusagen. Wir wollen extremes Wetter zwei-drei Wochen zuvor voraussagen. Das ist die Herausfoderung, die wir annehmen wollen."

Je früher extreme Wetterphänomäne bekannt sind, desto besser sind die Chancen, sich darauf vorzubereiten. Es geht um Hochwasser wie vor kurzem in Venedig, unerwartete Kältewellen in Spanien oder schwere Stürmein Italien.

Florence Rabier sagt: "Es geht darum, Leben zu retten und Eigentum zu schützen, das ist das Wichtigste. Wenn wir in der Lage sind, eine Hitzewelle kommen zu sehen, dann können Menschen und Behörden, alle notwendigen Maßnahmen ergreifen. um die Menschen zu schützen."

Das Hochleistungsrechenzentrum in Bologna soll die Vorhersagen der Meteorologen entscheidend verbessern helfen.

Martin Palkovič ist Direktor für Datenverarbeitung des ECMWF (Europäisches Zentrum für

Mittelfristige Wettervorhersagen): "Der Computer steht für hunderttausende bis Millionen von Laptops. Das ist die Leistung, die wir benötigen, um komplexe Dinge zu simulieren und Wettermodelle zu erstellen, um die Vorhersage zu verbessern."

Der Supercomputer soll 160 Millionen Euro kosten.

Jean-Marc Lacave, Generaldirektor von Météo-France, meint, dass dieses Geld gut eingesetzt ist. "Wenn Sie einen Euro in einen Superrechner investieren, sparen Sie im Grunde Geld, denn sie erhalten zwölf Mal mehr als bei ähnlichen Investitionen auf europäischer Ebene, also habe ich keinen Zweifel am Nutzen dieser Investition."